06.11.2026N. Bernhardt
Klare Linie gegen Gewalt: Radwege den Radfahrern

Radwege als Parkplatz. Radwege als Fahrspur für Busse und Autos. Mitbenutzung linksseitiger Radfahrstreifen durch seltsame blaue 20-Tonnen-„Radbusse“, als sei dies das selbstverfreilichste der Welt. Davon Zeugen Busfahrer-Zitate wie:
● „Was machen Sie hier?“ → Radfahrer wagt es tatsächlich, einen Radweg zu benutzen!
● „Warum machen Sie dss?“ → Radfahrer wartet doch tatsächlich auf Radweg auf Bus im Gegenverkehr, um links abzubiegen. Nach Ansicht des Busfahrers hat der Radfahrer den Radweg zu räumen, damit Bus vorbei kann.
● „Ja, mußt Du aufpassen!“ → Ein Radfahrer in der Friedrichstraße wagt es tatsächlich, die Fahrbahn zu benutzen und nicht sofort auf die Motorhaube eines parkenden Fahrzeugs zu springen, wenn der entgegenkommende Bus ungebremst durchbrettert.
Dabei ist die Lösung recht einfach: Radwege mit dem blauen Fahrradlolli sind nach Straßenverkehrs-Ordnung sogenannten Radfahrern und „Führern von Elektrokleinstfahrzeugen“ vorbehalten. Einbahnstraßen dürfen dann in Gegenrichtung für den Radverkehr freigegeben werden, wenn die Fahrbahn ausreichend breit (bei Busverkehr mindestens 350 cm) und entsprechende Ausweichstellen zur Verfügung stehen. Der freigegebene Abschnitt der Friedrichstraße zwischen Neumarkt und Karlstraße erfüllt diese Voraussetzung jedenfalls nicht. Auch dann nicht, wenn die Stadt Wuppertal dem Petitionsausschuß gegenteiliges mitteilen mag.
Wir sind gespannt, ob sich Radfahrer in diesem Jahrzehnt in noch mal sicher auf Wuppertals Radverkehrsanlagen bewegen können.
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