Restflächengrün: Der Wall, Wuppertals graue Betonseele.

Mit freundlichen Alibi-Grüßen von Ihrer betonresistenten, klimaresilienten Schwammkopfstadt im Wuppertal.

Aktuelle Stellenangebote:

Foto 1: Wir sehen den Wall, eine baumlose Betonschneise, die die Fußgängerzone durchschneidet. Links einen bereits bei Bau der Busautobahn 2013 beschnittenen Gehweg, darauf noch einen behindert aufgestellten Blumenkübel als „temporäres Grün“, daneben einen R̶a̶d̶Parkstreifen (dank WSW-„Baustelle“), daneben eine Fahrspur, daneben Gerümpel für eine Baustelle, daneben (nicht sichtbar) noch ein Gehweg.

Alles Beton, wohin das Auge reicht. Ein bißchen Grün blockiert noch den Gehweg. Restflächen-Marketing vom Feinsten. Klimaresilienz aus dem Blumentopf.

Wo ist denn der zumindest autofreie, besser: grüne Wall, der uns nach dem Döppersberg-Umbau versprochen wurde? Komisch: der Istzustand geht immer. Kein Geld, kein Personal, kein Ressourcen, keine Motivation. Nur Veränderungen gehen nicht. Warum eigentlich? Gibt es in der Verwaltung alte Betonköppe, die noch zu viel zu sagen haben?

Foto 2: Bäume müssen sich im engen Betonkorsett jeden Zentimeter zurückerkämpfen. Mehr Platz für die Baumwurzeln? Nein, das geht natürlich nicht, weil sonst der Beton drumherum Schaden nehmen würde.

Ein offengelegter Mirker Bach?

Warum gibt es am Wall keine Bäume, Pflanzen, Gräser, einen offengelegten Mirker Bach mit hübschen Fußgängerbrücken darüber? Wie romantisch – allerdings ohne Begrünung – das aussehen kann: seit Ewigkeiten fließt in der (Bensheim-) Auerbacher Bachgasse die Auer „midde uff der Gass“. Hochwasser kann immer noch durch die unterirdische Kanalisation fließen.

Es muß ja nicht immer 500 Meter Aue für 5,2 Millionen Euro sein, um letztlich die WSW von den Kosten der Wiederherstellung der Asphaltdecke der Straße „Aue“ zu befreien.

Anmelden

Aktuelle Stellenangebote:

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert