23.09.2026Uli Schmidt
Wo bleiben die Stimmen der Umweltverbände?
Ich wurde gebeten hier ein Gastbeitrag reinzusetzen weil es mit der Freigabe nicht klappt.
Könntest du bitte bei Gelegenheit ein Beitrag auf njuuz veröffentlichen, in dem du den Petitionslink einarbeitest?
Ich versuchen mich, seit 2 Wochen zu registrieren. Ich bekomme keine Freigabe!🤷♂️
Wo bleiben die Stimmen der Umweltverbände?
Die geplante Hängebrücke zwischen Königshöhe und Kaiserhöhe sowie die Seilbahn mit Bergstation auf der Königshöhe bedeuten Eingriffe in einen sensiblen Landschaftsraum. Die Planungen betreffen damit nicht nur ein mögliches touristisches Angebot der BUGA 2031, sondern auch die Frage, wie ernst es Wuppertal mit dem Schutz seiner wertvollen Landschafts- und Naturräume meint.
Gerade deshalb stellt sich mir eine Frage: Wo bleiben die deutlichen Stimmen der Wuppertaler Umwelt- und Naturschutzorganisationen?
Der NABU Wuppertal hat sich zu den Planungen geäußert und sowohl bei der Seilbahn als auch bei der Hängebrücke erhebliche ökologische und naturschutzfachliche Fragen aufgeworfen. Das verdient Anerkennung. Gleichzeitig würde ich mir wünschen, dass der NABU und andere Umweltverbände diese Positionen im weiteren Verlauf des Planungs- und Genehmigungsverfahrens noch stärker öffentlich vertreten.
Denn Naturschutz darf nicht nur dann eine Rolle spielen, wenn über kleinere Eingriffe oder einzelne Bäume entschieden wird. Wenn ein Landschaftsschutzgebiet durch größere touristische Infrastruktur verändert werden soll, sollte die Öffentlichkeit auch von den Organisationen, die sich dem Schutz von Natur und Landschaft verschrieben haben, eine klare und kontinuierliche Auseinandersetzung mit diesen Plänen erwarten dürfen.
Die Bürgerinitiative Landschaftsschutzgebiet Königshöhe setzt sich für den Erhalt dieses Landschaftsschurzgebietes ein. Sie stellt die Frage, ob Hängebrücke und Seilbahn tatsächlich notwendig sind und ob die damit verbundenen Eingriffe in einem angemessenen Verhältnis zum erwarteten Nutzen stehen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Naturschutz und BUGA gegeneinander auszuspielen. Eine Bundesgartenschau kann gerade für eine Stadt wie Wuppertal Anlass sein, Natur, Landschaft und nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt zu stellen.
Deshalb wünsche ich mir von den Wuppertaler Umweltverbänden eine deutlich sichtbare öffentliche Diskussion: Welche Eingriffe in die Königshöhe sind aus ihrer Sicht vertretbar? Wo liegen die Grenzen? Und wie bewerten sie Hängebrücke und Seilbahn unter den Gesichtspunkten Arten-, Klima- und Landschaftsschutz?
Auch die Bürgerinnen und Bürger sollten sich mit diesen Fragen auseinandersetzen. Wer sich über die Argumente der Bürgerinitiative informieren und deren Petition unterstützen möchte, findet sie hier:
openpetition.org/nfqjl
Die Bürgerinitiative Landschaftsschutzgebiet Königshöhe möchte damit eine öffentliche Diskussion über den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes anstoßen. Es wäre wünschenswert, wenn diese Diskussion auch von den Wuppertaler Umwelt- und Naturschutzorganisationen deutlich wahrnehmbar geführt würde.
Wer Landschaftsschutz ernst nimmt, sollte gerade bei einem solchen Großprojekt nicht schweigen.
Quelle für den Petitionslink Königshöhe schützen! Keine Hängebrücke und Seilbahn im Landschaftsschutzgebiet – Online-Petition
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