Wunder: Busfahrer hat den eingebauten Röntgenblick

Vom Überholen vor einer Rechtskurve im 20-Tonnen-Geschoß und der Verantwortung gegenüber Fahrgästen und anderen Verkehrsteilnehmern

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Hainstraße, bergauf, vor Friedhof. In einer Tempo-30-Strecke werden wir auf dem E-Bike von einem Bus der WSW überholt. Auf Teufel komm raus. Vor einer nicht einsehbaren Rechtskurve. Der Busfahrer muß wohl den eingebauten Röntgenblick haben, um um die Kurve linsen zu können.

Was macht er mit seinem 20-Tonnen-Geschoß – so viel wiegt leer ein Gelenkbus – bei Gegenverkehr?

(1) Er nimmt einen Frontalcrash mit dem Gegenverkehr inkauf.

(2) Er lenkt auf den rechten Fahrstreifen zurück und nimmt dabei inkauf, daß der Radfahrer unter die Räder kommt. So wie in Wuppertal typischerweise der Radverkehr: Auf dem Sch(m)utzstreifen an der Hainstraße sind ja auch die ganzen Ghostbikes aufgemalt, und der Friedhof ist ja auch nicht weit. Fehlt noch, daß zu Helloween ein Busfahrer eine Vollbremsung durchführt, weil er einen Geisterradler sieht…

(3) „Es ist ja nichts passiert“, weil gar kein Gegenverkehr kam. Das mag in diesem Fall stimmen, beim nächsten Mal aber schiefgehen. Mit so einem schweren Fahrzeug hat man nämlich anderswo Verantwortung gegenüber Fahrgästen und anderen Verkehrsteilnehmern.

Keine zehn Minuten vor dem geschilderten Überholmanöver:

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