03.09.2026N. Bernhardt
Wolkenkuckucksheim über dem Bauschzentrum
In Wuppertal plant die Verwaltung gerne breit- und großspurig. Nicht beim Radwegebau, aber anderen Dingen wie bei Bauschzentrum, BUGA und Döppersberg.
Angeblich war Döppseyland mit seinem zu kleinen jwd-Gummibahnhof ohne den „Investorenkubus“ nicht finanzierbar. Hinterher kosteten die Strafzahlungen den Steuerzahler mehr Geld, als das Grundstück einbrachte. Wir danken der Stadt für den Kupferkessel (Primark). Von den ganzen Problemen mit Klagenmauer und langen Fußwegen zur Stadt und Schwebebahn ganz zu schweigen. Das historische Bahnhofgebäude ist – wie befürchtet – nur noch „Beiwerk“ und wird natürlich von privat auf Vordermann gebracht, nicht von der Stadt Wuppertal.
Das Schauspielhaus kostete Anfang der 60er inflationsbereinigt rund 35 Millionen Euro. Die 2009 veranschlagte Sanierung inklusive Brandschutzauflagen in Höhe von 6,5 Millionen Euro wollten die Damen und Herren im Rathaus damals nicht aufwenden, das Haus wurde 2013 dichtgemacht. Weil: Die Stadt muß ja sparen.
Umso großspuriger ging man dann beim Pina-Bausch-Zentrum mit einem abstralten „Architektenwettbewerb“ ins Rennen. Was soll es kosten? Wo sollen Parkplätze hin? Welche konkrete Funktion übernimmt das alte Schauspielhaus? Man weiß es nicht, ist Top-Künstler in abstrakten virtuellen Finanz- und Ingenieurswissenschaften: Planen in Wolkenkuckucksheim.
So wie es scheint, droht diese Großspurigkeit der Stadt auf die Füße zu fallen, weil man nicht einmal den Eigenanteil aufbringen kann. Geschweige denn die laufenden Kosten. Die Ausführungen auf Wikipedia enden bei Planungen 2019 mit Kosten bei 85 Millionen Euro. Da war vom „Architektenwettbewerb“ noch gar keine Rede.
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