CDU zu den Zoosälen

Nach Jahren der Vorbereitung braucht es jetzt endlich einen zielführenden Prozess

Die CDU-Ratsfraktion übt deutliche Kritik am bisherigen Verfahren zur Entwicklung der historischen Zoosäle. Nach Jahren der Grundlagenermittlung und Vorbereitung sei es nicht nachvollziehbar, dass zentrale Probleme offenbar erst in einem ersten Investorengespräch deutlich geworden seien.

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„Dass der Denkmalschutz bei einem historischen Gebäude dieser Größenordnung besondere Anforderungen mit sich bringt und dass ein Erbbaurecht für Investoren weniger attraktiv sein kann als Eigentum, ist nun wirklich keine überraschende Erkenntnis“, erklärt die CDU-Ratsfraktion. „Wenn solche grundlegenden Fragen erst nach jahrelanger Vorbereitung im konkreten Austausch mit Investoren als wesentliche Hemmnisse erkannt werden, muss man sich schon fragen, ob der bisherige Prozess richtig aufgesetzt war.“

Aus Sicht der CDU hätte ein stärker agiles Vorgehen mit einer frühzeitigen Einbindung des Marktes viele dieser Erkenntnisse wesentlich früher liefern können. Statt zunächst über Jahre Grundlagen zu ermitteln und anschließend mit relativ starren Rahmenbedingungen in ein Verfahren zu gehen, wäre es sinnvoll gewesen, potenzielle Investoren schon in einer frühen Phase einzubeziehen und die Anforderungen des Projektes fortlaufend mit den tatsächlichen Marktbedingungen abzugleichen.

Hinzu komme nun, dass sich offenbar mehrere grundsätzlich interessierte Akteure öffentlich zu Wort melden, die in das bisherige Verfahren nicht oder jedenfalls nicht aktiv einbezogen wurden.

„Auch das wirft Fragen auf. Bei einem so schwierigen und für Wuppertal so wichtigen Projekt kann Investorenansprache nicht darin bestehen, ein Verfahren zu veröffentlichen und darauf zu warten, wer sich meldet. Hier braucht es eine aktive und professionelle Marktansprache.“

Für die CDU ergibt sich daraus ein insgesamt wenig überzeugendes Bild des bisherigen Prozesses.

„Jahre der Grundlagenermittlung, dann ein erster konkreter Austausch mit Investoren, bei dem bekannte strukturelle Probleme deutlich werden, und gleichzeitig potenzielle Interessenten, die offenbar gar nicht angesprochen wurden – das spricht nicht für einen wirklich zielgerichteten Prozess.“

Entscheidend sei nun allerdings, aus den bisherigen Erfahrungen die richtigen Konsequenzen zu ziehen und keine weitere Zeit zu verlieren. Dazu gehöre auch, die bisherigen Vorgaben grundsätzlich auf den Prüfstand zu stellen. Die Frage müsse lauten, unter welchen Bedingungen sich die Zoosäle tatsächlich wirtschaftlich entwickeln lassen. Dabei seien insbesondere Eigentumsmodell, Denkmalschutz, Erschließung, Stellplätze und mögliche Nutzungen realistisch und lösungsorientiert zu betrachten.

Mit Blick auf die Bundesgartenschau 2031 sei der Zeitdruck erheblich.

„2031 ist bei einem Projekt dieser Größenordnung praktisch morgen. Planung, Finanzierung, Genehmigungen und Sanierung werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Deshalb brauchen wir jetzt keinen weiteren langwierigen Grundlagendialog, sondern einen schlanken, professionellen und marktgerechten Neustart mit einem verbindlichen Zeitplan.“

Die CDU-Ratsfraktion erwartet deshalb, dass das neue Verfahren noch in diesem Jahr vorbereitet wird, potenzielle Investoren aktiv angesprochen werden und möglichst schnell eine belastbare Perspektive für die Zoosäle entsteht.

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