Sind (einige) Taxifahrer die „besseren“ Autofahrer?

Durch Benutzung der Ausfahrt wird der Einfahrbereich zur Tiefgarage Hbf komplett dichtgemacht

Dank der Bündelung des städtischen Angebots in der ehemaligen Bundesbahnverwaltung und fehlender Ausweisung neuer Stellflächen für die ganzen Besucher staut es sich am Hauptbahnhof mal wieder Stoßstange an Stoßstange quer von der Parkhauszufahrt bis zurück auf die B 7.

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Anhand der Stellplatzverordnung NRW „darf“ sich die Stadt ihren Bedarf an Stellplätzen kurzerhand selbst kleinrechnen, sonst müßte sie womöglich noch öffentliche Parkplätze aus dem Topf der Stellplatz-Ablöse* selber bauen.

Die Autosteher am Döppersberg bedanken sich für die asoziale Berechnungsmethode und dadurch verursachten Rückstaus, indem sie ebenso beherzt Fußgängerfurten an Ampeln und auch die Taxenausfahrt zustehen. Solange das Taxameter läuft, sind Taxifahrer stets sehr entspannt.

In umgekehrter Richtung trifft das nicht zu. Da wird der Fahrzeugführer, der ordentlich in der Schlange vor dem Parkhaus wartet, vom Taxifahrer dahinter „kleingehupt“. Als ob sich das Fahrzeug davor vor lauter Angst ganz klein macht und in die eigene Radkappe verpißt.

Ein offenbar „besserer“ Taxikollege versucht gleich gewaltsam, über die Ausfahrt reinzufahren – ist ja nur ein Zweiradfahrer, der dort bei Rot an der Ampel steht. Motto: „Der kann ja mal eben auf den Gehweg ausweichen, damit ich die Ausfahrt komplett zustellen kann. Denn dort stehen die Fahrzeuge in der Warteschlange quer zur Parkhauseinfahrt; auf der anderen Seite wartet bereits ein Taxikollege auf eine Lücke zur Ausfahrt.

Foto ©N.Bernhardt: In die eine Richtung staut es sich, und in die andere Richtung staut es sich. Man stellt sich quer auf die Fußgängerfurt, und der „bessere“ Taxikollege gleich noch daneben, damit überhaupt niemand mehr vorankommt. Unter LKW-Fahrern nennt man solche Fahrer „Kollegenschwein.“ – Nur für „Baustellen“ ist wieder monatelang Platz bis zum Abwinken. Und die paar Roller auf dem bißchen Restgehweg behindern ja auch nur den Fußverkehr.

Fußnoten

*) Die Stadt setzt bei Bauvorhaben oder Ladeneröffnungen grundsätzlich eine Anzahl notwendiger Stellplätze fest. Können diese vom Eigentümer bzw. Ladenbetreiber nicht neu hergestellt werden, sind pro nicht gebautem Stellplatz eine hohe vierstellige Ablöse fällig. Damit soll die Stadt eigentlich öffentliche Parkplätze selber herstellen – eben weil es der Private nicht kann, zum Beispiel kein Platz unmittelbar vor dem Laden. Wenn die Verwaltung dann für eigene Einrichtungen den „Bedarf“ an Parkplätzen kleinrechnet, ist das natürlich ein Fauxpas. Dann wird gerne mal ein hoher Anteil der Kunden, die mit ÖPNV anreisen, angesetzt und das halbe WSW-Parkhaus unter dem Gummibahnhof mit eingerechnet und – ach sieh mal einer guck – müssen wir ja gar keine neuen Stellplätze mehr schaffen! *Fingernägelglotz*

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