29.09.2026Moritz Rosenthal
Soziale Arbeit auch nach 2027 verlässlich fördern
Über die Zukunft des Europäischen Sozialfonds diskutierten die sozialen Träger mit Vertretern aus dem arbeitsmarktpolitischen Umfeld im Café Hier & Da. (V.l.n.r.): Andreas Jung, Bereichsleiter bei der GESA Gruppe; Maria Giesemann, Mitglied der Geschäftsleitung der GESA Gruppe; Olaf Biermann, Mitarbeiter Berufliche Integration beim Wichernhaus Wuppertal; Regine Widmayer-Wagner, Geschäftsführerin des Wichernhaus Wuppertal; Josef Neumann, NRW-Landtagsabgeordneter der SPD; Oliver Francke, Leiter der Regionalagentur Bergisches Städtedreieck; Anton Mause, Abteilungsleitung Coaching und Vermittlung bei der Diakonie Wuppertal. ©GESA GruppeWie geht es mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) nach 2027 weiter? Darüber diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der GESA Gruppe, der Diakonie Wuppertal, des Wichernhauses sowie weitere Beteiligte aus dem sozialen und arbeitsmarktpolitischen Umfeld im Café Hier & Da. Mit dabei war auch Josef Neumann, SPD-Abgeordneter im nordrhein-westfälischen Landtag. Die Gesprächsrunde fand im Rahmen der landesweiten Aktionstage „Aktiv für Arbeit“ der Freien Wohlfahrtspflege NRW statt.
Soziale Projekte auch künftig ausreichend finanzieren
Neumann erläuterte, dass der ESF nach Ende der aktuellen Förderperiode in seiner bekannten Form nicht fortgeführt werden soll. Über ein Nachfolgemodell werde derzeit auf europäischer Ebene beraten. Nach seiner Einschätzung dürften Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz künftig stärker in den Fokus rücken. Aus Sicht der beteiligten Träger muss dabei sichergestellt werden, dass soziale Projekte weiterhin ausreichend finanziert und Förderstrukturen auch künftig über die Bundesländer organisiert werden. Die aktuelle ESF-Förderperiode läuft bis 2027. „Wir müssen den wirtschaftlichen Mehrwert von sozialer Arbeit für die Region stärker herausstellen – denn der Mehrwert ist aus meiner Sicht sehr erheblich“, betonte Neumann.
Arbeitsmarktpolitik wird vor Ort konkret
Die Diskussion machte deutlich, dass soziale Arbeit, Beschäftigungsförderung und Qualifizierung nicht nur gesellschaftliche, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung für Städte und Regionen haben. Mit dem Café Hier & Da fand das Gespräch bewusst an einem Ort statt, an dem Arbeitsmarktpolitik praktisch sichtbar wird. Das Café verbindet gastronomischen Betrieb mit Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Die GESA Gruppe will nun gemeinsam mit sozialen Trägern sowie Netzwerk und Kooperationspartnern beraten, wie die Perspektive der Praxis in die Diskussion um die Zukunft des ESF eingebracht werden kann.
Weitere Informationen auf www.gesaonline.de.
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