08.09.2026Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Grüne: Sicherer Radweg an der Waldeckstraße ist möglich
Parkmöglichkeiten gibt es genug:
- Der gesamte Park&Ride-Bereich rund um den Bahnhof Oberbarmen – einschließlich der Bereiche an der Straße Höfen und der Waldeckstraße – umfasst mehr als 6.000 Quadratmeter, was etwa 240 Parkplätzen entspricht. Gleichzeitig würde bei der Einrichtung von beidseitigen Radwegen nach unserer Einschätzung lediglich etwa 6 bis maximal 9 Prozent der Stellplätze im gesamten P&R-Bereich entfallen. Selbst bei einer hohen Auslastung der Parkplätze an der Waldeckstraße sind die Stellplätze an der Straße Höfen deutlich weniger ausgelastet. Von einer vollständigen Auslastung des gesamten P&R-Angebots kann daher keine Rede sein.
- Wir sehen aber auch am P+R Platz Höfen noch Optimierungspotenzial. Dort fehlt es an Markierungen und einer geordneten Parkstruktur. Hier können auch kurzfristig mehr P+R Plätze geschaffen werden. Langfristig ist dort auch ein über den VRR mit 90% gefördertes P+R Park Haus möglich.
- Auch an der Straße Rosenau sind noch viele P&R-Plätze, die genutzt werden können.
- Darüber hinaus bestehen in den umliegenden Straßen und Bereichen weitere Parkmöglichkeiten. Diese erfordern zwar teilweise einen etwas längeren Fußweg zum Bahnhof, befinden sich jedoch in einer zumutbaren Entfernung.
Timo Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion:
„ Wir appellieren deshalb insbesondere an SPD und CDU im Stadtrat sowie im Verkehrsausschuss, die Entscheidung noch einmal zu überprüfen und die gesamtstädtische Bedeutung dieser Radverkehrsverbindung stärker zu berücksichtigen. Die Verbindung an der Waldeckstraße ist im beschlossenen Radverkehrskonzept der Stadt Wuppertal als hochprioritäre Lücke benannt. Gerade deshalb sollte dieses Konzept nicht bei der ersten Interessenkollision infrage gestellt werden. Wir Grüne fordern Insbesondere die SPD auf, ihre eigenen politischen Versprechen ernst zu nehmen. Wer den Ausbau des Radverkehrs im Wahlprogramm zu einem wichtigen Ziel erklärt, muss sich auch bei konkreten Entscheidungen vor Ort daran messen lassen. Und auch das Thema B+R ernst nehmen.“
Rainer Widmann, Grüner Stellvertreter im Ausschuss für Verkehr, ergänzt:
„In der Waldeckstraße sollte nicht schon jetzt durch eine dauerhafte Markierung der Straße Fakten geschaffen werden, die eine wichtige Radverkehrsverbindung für Heckinghausen langfristig unmöglich macht. Vielmehr braucht es eine Abwägung, die sowohl die tatsächliche Auslastung des P&R-Angebots als auch die Bedeutung einer sicheren und durchgängigen Radverkehrsinfrastruktur berücksichtigt.“
Die Grünen hoffen daher, dass SPD und CDU ihre Entscheidung noch einmal überdenken und sich zu einem verlässlichen und sicheren Radverkehrsnetz für Wuppertal bekennen – und damit auch das bereits beschlossene Radverkehrskonzept der Stadt konsequent umsetzen.
Weiter mit:

Es gibt tausende Leute, die täglich mit der Bahn fahren, aber meist nur hunderte Parkplätze in Bahnhofsnähe. In Vohwinkel sind es laut VRR übrigens 462. Wer nicht sicher ist, ob er am Bahnhof einen Parkplatz findet, fährt statt mit der Bahn direkt mit dem Auto.
P&R-Parkplätze sind also Klimaschutzprojekte. Wundert mich, dass die Grünen sich in Oberbarmen für den Abbau der Plätze einsetzen.
Die Zeiten der vollen P&R-Plätze vor allem entlang der S-Bahn nach Düsseldorf sind lange vorbei. Wie die S8 eingeführt wurde, konnte man in den Zügen kaum stehen, so voll waren die. Kommen noch Verspätungen, dadurch verpaßte Anschlüsse und Zugausfälle hinzu, kann man auch im eigenen Auto bequem im Stau stehen.
Imzuge der Elektrifizierung der Strecke Vohwinkel→Kupferdreh sollte die Bahn auch P&R-Parkplaätze errichten und dann an die Kommunen übergeben. In Velbert-Nirenhof (und weißwer wo noch) ist dies aber nie geschehen. So viel zum Thema Park&Rail.
Was die Waldeckstraße betrifft, könnte man ja mal zunächst klassischem Mischverkehr mit breiten Fahrstreifen (>4m) versuchen. Das hat zum Beispiel auf der Uellendahler Straße so lange mit dem Überholen von Radfahrern mit ausreichendem Seitenabstand funktioniert, bis die Stadt nach WSW-Arbeiten einseitig einen „Radfahrstreifen“ auf die Fahrbahn gemalt und die Fahrspuren entsprechend schmaler wurden. Statt wie früher die Mittelinie zum Überholen leicht zu überfahren, muß man jetzt in beide Richtungen vorbei. Weil: Abstand halten kann – oder beim Fahrradstreifen – braucht ja eh keiner mehr halten.
Dass die Zeiten voller P&R-Parkplätze vorbei sein sollen, ist mir im allgemeinen noch nicht aufgefallen. An der Waldeckstraße machen die Plätze auf Google Maps, Streetview und Bing Maps eigentlich einen gut ausgelasteten Eindruck.
Tja das mag sein das es auf google Maps so ausschaut. Das Bild ist von Mai 2022. Auf Aktuellen Bildern könntest du sehen das dort seit 2 Jahren seitdem die Brücke erneuert wird diese Parkplätze nicht zu Verfügung stehen. Natürlich könntest du erkennen das auf diesen P§R Parkplatz mindestens 6 Transporter von einem Freeflouting Firma stehen. Was wir nicht sagen können ob diese Parkplätze wirklich von Menschen genutzt werden die den ÖPNV nutzen. Dieses ist im übrigen in Vohwinkel im übrigen durchaus spannend das für die BUGA auch noch die P§R Parkplätze reduziert werden… wobei wenn ich dort lang fahre die meisten Menschen eher nicht von Bahnhof kommend oder gehend beobachte.
Stimmt, auch die Luftbilder sind schon ziemlich alt. (Das Neubaugebiet am Heubruch ist darauf noch Baustelle.)
Andererseits sind die monatelange Generalsanierung, die neuen Bahnprobleme wg. der Opladener Brücke und die Teilsperrungen der P&R-Plätze (auch in Vohwinkel) kein guter Zeitpunkt, um die Auslastung verlässlich zu beurteilen. Auffällig leer sind die Parkplätze jedenfalls nicht.
mir geht es mehr darum das zur einer Abwägung immer auch eine fundierte Ermittlung erforderlich wäre. Insbesondere wenn der ruhende Verkehr gegenüber der Sicherheit ausgespielt werden soll. Persönlich halte ich Schrägparkplätze bei Tempo 50 auch für eher suboptimal wenn beim Ausparken die Sichtbeziehungen durchaus sehr eingeschränkt sind…. Allein aus diesem Grund wären Längs Parkende Fahrzeuge sicherer…. auch wenn es keine „Unfallhäufung“ an dieser Stelle deswegen ermittelt wurde.
Wenn es jahrzehntelang keine Unfallhäufung gegeben hat, braucht man mit der Sicherheit auch nicht argumentieren. Dass Schrägparkplätze genau ab dem Zeitpunkt plötzlich unsicher sein sollen, zu dem man zufällig den Platz für einen Radweg braucht, klingt nicht besonders glaubwürdig.
Spannende Theorie insbesondere im zusammen Hang mit Radverkehr gibt es eine lange Liste wo Radfahren aufgrund von Schräg Parkplätze aus Sicht der Verwaltung nicht zugelassen werden kann. Dieses bei 30er Zonen. Eine Qualifizierte Gefahrenlage vor Ort wurde jedoch nie festgestellt. Wobei es durchaus rein Statistisch eine leichte Auffälligkeit jetzt nicht zwingend bestritten werden kann (Landesweite Untersuchungen). Wobei es bei Radverkehrsanlagen eher allgemein diese auch nicht unbedingt Sicherer sein müssen. Hier kommt es vor allem auf die Ausgestaltung an. Eines der Kritierien ist durchaus das Thema Sichtbeziehungen. Mich stört allerdings in der Tat am meisten das der Radverkehr immer benachteiligt wird wenn es um den ruhenden Verkehr geht…. selbst wenn dieser rechtswidrig geparkt wird.