09.07.2026Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Erfolg für den Radverkehr: Verwaltung prüft Verbesserungen in der Waldeckstraße
Als Antwort auf einen GRÜNEN Antrag hat die Verwaltung zugesagt, die bisherigen Planungen im Bereich der Waldeckstraße zu überprüfen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs zu untersuchen. Bis zum Ende der Sommerpause sollen Prüfungen erfolgen, um eine sichere, attraktive und durchgängige Verbindung zwischen Heckinghausen und dem Bahnhof Oberbarmen zu schaffen.
Timo Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher: „Wir freuen uns, dass die Verwaltung auf den Druck aus der Bezirksvertretung, dem Engagement der Verbände und unsere politischen Initiativen reagiert hat. Das zeigt: beharrlicher Einsatz für den Radverkehr lohnt sich. Es geht dabei nicht zwingend um eine durchgehende Radverkehrsanlage. Auch abschnittsweise Sicherungen und Verbesserungen können ein Erfolg sein, wenn sie eine sinnvolle Radverbindung zwischen Heckinghausen und dem Bahnhof Oberbarmen schaffen. Wo eine Führung auf der Waldeckstraße nicht möglich sein sollte, müssen praktikable Alternativrouten, wie über die Bleiche, geprüft werden. Gleichzeitig ist es für uns inakzeptabel, dass auf einer Straße mit einem derart großzügigen Straßenquerschnitt keine Radschutzstreifen oder andere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit realisierbar sein sollen.“
Die GRÜNEN betonen, dass bei der Sanierung einer derart wichtigen Verkehrsachse die selbst gesteckten Ziele der Stadt nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Wer mehr Verkehrssicherheit und eine Mobilitätswende fordert, muss dies auch bei konkreten Straßenprojekten konsequent umsetzen.
Anika Reinshagen, Mitglied im Verkehrsausschuss: „Ohne die Waldeckstraße wird das Radverkehrskonzept von der Politik zu Grabe getragen. Sichere Infrastruktur für Radfahrende muss bei der Planung ein zentrales Kriterium sein. Auch Veränderungen bei Park-and-Ride-Flächen dürfen nicht dazu führen, dass notwendige Radverkehrsmaßnahmen unterbleiben. Der Zwischenerfolg ist ein wichtiges Signal. Nun kommt es darauf an, dass Verwaltung und Politik gemeinsam die Voraussetzungen für eine sichere und zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur schaffen – auch mit Blick auf das Ziel einer Vision Zero, also eines Straßenverkehrs ohne Todesopfer und Schwerverletzte.“
Auch bei weiteren anstehenden Sanierungen – unter anderem in der Yale-Allee, Palkestraße und Gennebrecker Straße – plant die Verwaltung, die Belange des Radverkehrs erneut zu prüfen.
Schmidt abschließend: „Wir wollen einen Mindeststandard einführen. Wo keine Radfahr- oder Schutzstreifen möglich sind, sollen zumindest Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn aufgebracht werden – als pragmatische, kostengünstige Möglichkeit, den Radverkehr sichtbarer zu machen und seine Akzeptanz im Straßenraum zu stärken. Auch kleine Maßnahmen können einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.“
Weiter mit:

Die Einbeziehung de Radverkehrs bei der Planung wäre natürlich selbstverständlich und die beste Möglichkeit gewesen. Nicht wie jetzt, wo noch über die Verteilung möglicher Restflächen gestritten wird, oder ob „zu Lasten“ des Kraftverkehrs eine Spur wegfallen müßte.
Bei entsprechender Planung und Berücksichtigung von Anbeginn würde selbstverfreilich eine ausreichend breite Radverkehrsanlage eingeplant und ohne große Diskussion aufgepinselt. Damit erspart man sich nebenbei Personalaufwand für die ganze Umsonst- und Neuplanung.
Für „eine sinnvolle Radverbindung zwischen Heckinghausen und dem Bahnhof Oberbarmen“ müsste die Rittershauser Brücke erstmal für den Radverkehr freigegeben sein.
Was ist eigentlich aus dem Antrag VO/1155/22 geworden?
Eine spannende frage mit der Vorlage 1155/22…. Nun es gibt aus meiner Sicht dazu auch keinen Öffentlichen Bericht der Verwaltung dazu. Allerdings war es mal Thema in der Verwaltung Ressort 104 gewesen. Es ist schon etwas länger her. Da hat die Verwaltung die Brücke mit dem VZ Fußgänger diese Brücke nur noch für zu Fußgehende ausgeschildert gehabt. Begründet wurde das die Geländer nicht ausreichend hoch genug sind und eine Einengung der Kopffreiheit an einer Stelle als problematisch angesehen wird. Spannender Weise wurde die Geländer höhe damals nicht von den Boden sondern vom den durchaus wesentlich höheren Sockel „gemessen“ Das fand der ADFC allerdings nicht so gut allerdings wurde dann die „Bergische Lösung“ der Verwaltung mitgeteilt. Wir stellen zwar ein Verkehrszeichen auf weder Polizei noch Ordnungsamt werden das dann überprüfen und vor allem kein Bußgeld geben. Durchaus ein Konzept was ja schon bei Halteverbote gerne gelebt wird. Dem ADFC genügte diese Aussage. Ich bin ja auch schon etwas älter und fuhr schon als Kind mit dem Fahrrad über die Brücke. Wie viele anderen dieses auch schon seit immer getan haben. Eben weil es die „Logische“ Verbindung zwischen Oberbarmen und Heckinghausen ist. Dieses wird auch so bleiben unabhängig davon ob es an der Waldeckstraße dann etwas für den Radverkehr gemacht wird oder auch nicht. Ich schätze die Rest Nutzungsdauer der Brücke auf ca. 15 Jahre. Trotz der „Sanierung“ irgendwann um die Jahrtausendwende war es eher eine Schönheit Reparatur als eine vollständige Instandsetzung. Der ein oder andere Beton /Stahl schaden sieht nicht gut aus. Die Oberflächenabdichtung ist auch defekt so das wenn Salz gestreute wird ( und das wird getan) die Clorid Belastung des Beton immer höher wird. Was letztendlich dann einem Todesurteil gleich kommt.
Dass die Brücke mal für den Radverkehr (mit-)konzipiert wurde, sieht man ja an den großen Kurvenradien und den zwei weiten Aus-/Auffahrten an der Waldeckstraße. Fußgänger wären auf einer Treppe schneller, Rollstuhlfahrer können auf einer Briefmarke wenden.
Die „bergische Lösung“ sperrt eine Radverkehrsbrücke für den Radverkehr und gewöhnt gleichzeitig alle Oberbarmer daran, dass Verkehrsschilder keine Bedeutung haben. Nach einer dümmeren „Lösung“ müssen andere lange suchen.
Und die gleiche Behörde lässt sich jetzt bitten, über ein paar Fahrradpiktogramme auf der Waldeckstraße nachzudenken. Was für ein Erfolg!
Ich beschäftige mich schon länger mit Fahrradthemen in dieser Stadt. Da ist sehr viel dabei gewesen was nicht nachvollziehbar ist. Selbst wenn ich mich versuche in die Look In der Verwaltung Denkweisen reinzuversetzen…. und ja das kann ich durchaus weil ich ja die „Regelwerke“ dazu kenne. Wuppertal ist das durchaus Besonders herausfordernd.