Erfolg für den Radverkehr: Verwaltung prüft Verbesserungen in der Waldeckstraße

Im Verkehrsausschuss wurde ein wichtiger Erfolg für die Mobilitätswende in Wuppertal erzielt.

Als Antwort auf einen GRÜNEN Antrag hat die Verwaltung zugesagt, die bisherigen Planungen im Bereich der Waldeckstraße zu überprüfen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs zu untersuchen. Bis zum Ende der Sommerpause sollen Prüfungen erfolgen, um eine sichere, attraktive und durchgängige Verbindung zwischen Heckinghausen und dem Bahnhof Oberbarmen zu schaffen.

Timo Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher: „Wir freuen uns, dass die Verwaltung auf den Druck aus der Bezirksvertretung, dem Engagement der Verbände und unsere politischen Initiativen reagiert hat. Das zeigt: beharrlicher Einsatz für den Radverkehr lohnt sich. Es geht dabei nicht zwingend um eine durchgehende Radverkehrsanlage. Auch abschnittsweise Sicherungen und Verbesserungen können ein Erfolg sein, wenn sie eine sinnvolle Radverbindung zwischen Heckinghausen und dem Bahnhof Oberbarmen schaffen. Wo eine Führung auf der Waldeckstraße nicht möglich sein sollte, müssen praktikable Alternativrouten, wie über die Bleiche, geprüft werden. Gleichzeitig ist es für uns inakzeptabel, dass auf einer Straße mit einem derart großzügigen Straßenquerschnitt keine Radschutzstreifen oder andere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit realisierbar sein sollen.“

Die GRÜNEN betonen, dass bei der Sanierung einer derart wichtigen Verkehrsachse die selbst gesteckten Ziele der Stadt nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Wer mehr Verkehrssicherheit und eine Mobilitätswende fordert, muss dies auch bei konkreten Straßenprojekten konsequent umsetzen.

Anika Reinshagen, Mitglied im Verkehrsausschuss: „Ohne die Waldeckstraße wird das Radverkehrskonzept von der Politik zu Grabe getragen. Sichere Infrastruktur für Radfahrende muss bei der Planung ein zentrales Kriterium sein. Auch Veränderungen bei Park-and-Ride-Flächen dürfen nicht dazu führen, dass notwendige Radverkehrsmaßnahmen unterbleiben. Der Zwischenerfolg ist ein wichtiges Signal. Nun kommt es darauf an, dass Verwaltung und Politik gemeinsam die Voraussetzungen für eine sichere und zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur schaffen – auch mit Blick auf das Ziel einer Vision Zero, also eines Straßenverkehrs ohne Todesopfer und Schwerverletzte.“

Auch bei weiteren anstehenden Sanierungen – unter anderem in der Yale-Allee, Palkestraße und Gennebrecker Straße – plant die Verwaltung, die Belange des Radverkehrs erneut zu prüfen.

Schmidt abschließend: „Wir wollen einen Mindeststandard einführen. Wo keine Radfahr- oder Schutzstreifen möglich sind, sollen zumindest Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn aufgebracht werden – als pragmatische, kostengünstige Möglichkeit, den Radverkehr sichtbarer zu machen und seine Akzeptanz im Straßenraum zu stärken. Auch kleine Maßnahmen können einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.“

 

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Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    Für „eine sinnvolle Radverbindung zwischen Heckinghausen und dem Bahnhof Oberbarmen“ müsste die Rittershauser Brücke erstmal für den Radverkehr freigegeben sein.
    Was ist eigentlich aus dem Antrag VO/1155/22 geworden?

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