Wupperpark Ost: Verdrängung löst Probleme nicht

Grüne fordern tragfähigere Lösungen für die Suchthilfearbeit in der Elberfelder Innenstadt

Dank des Zwischenberichts der Verwaltung über die Situation im Wupperpark Ost konnte die wieder aufgekommene Diskussion um den Standort des Cafe Cosa in sachlichere Bahnen gelenkt werden. Erste Maßnahmen, wie eine verbesserte Beleuchtung am Abend, sollen den von vielen Menschen als Angstraum empfundenen Wupperpark Ost verbessern. Sowohl die Diskussion im Ausschuss für Soziales, Gleichstellung und Inklusion als auch in der Bezirksvertretung Elberfeld zeigte, dass sich der überwiegende Teil der Politik bewusst ist, dass Verdrängungsszenarien der dortigen Drogenszene nicht die Lösung sind.

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 Marcel Gabriel-Simon, sozialpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion: „Wir stehen klar zum Standort des Cafe Cosa. Die Mitarbeiter*innen leisten unter wirklich schwierigen Bedingungen einen essenziellen Dienst an unserer Stadtgesellschaft. Gerade angesichts des vermehrten Crack-Konsums müssen wir die Angebote vor Ort stärken, statt auf Verdrängung zu setzen. Verlängerte Öffnungszeiten und eine intensivere Sozialarbeit zeigen bereits erste Erfolge, dennoch ist die aktuelle Situation nicht optimal – vor allem im Hinblick auf die Toilettensituation. Es braucht jetzt die Bereitschaft, in Konzepte zu investieren, die die Arbeit des Cafe Cosa und des Gleis 1 enger verzahnen und ergänzende Angebote schaffen. Die mögliche Umsetzung des Züricher Modells wird Zeit und Geld Kosten. Aber: Eine repressive Law-Order-Politik, wie sie einige Protagonisten fordern, ist eine gefährliche Vereinfachung und verkennt die Komplexität der Erkrankungen. Wir müssen die mobile Suchthilfe ausweiten, beispielsweise auf den Platz am Kolk, um die Menschen dort zu erreichen, wo sie sind.“

 Dörthe Bremer, Mitglied der Grünen in der Bezirksvertretung Elberfeld: „Es ist wichtig, dass die Träger der Suchthilfe, die Stadtverwaltung und der Runde Tisch Wupperpark Ost ihre Arbeit in Ruhe und mit durchdachten Lösungen fortsetzen. Wir müssen in der Debatte endlich wieder über hilfebedürftige und erkrankte Menschen sprechen – die Teil unserer Stadtgesellschaft sind. Wir nehmen die Sorgen der Geschäftstreibenden und Gastronom*innen im Umfeld wahr und ernst. Aus ordnungspolitischer Sicht sehen wir aber den Wupperpark Ost weiterhin als richtigen Standort, an dem sich die Szene gut erreichbar versammelt, statt an verschiedensten Orten verstreut zu sein. Nebenbei: Dieser Park ist schön gestaltet und weiterhin für alle da.“

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