Vom Kalksteinbruch zum Biotop: das Naturschutzgebiet Eskesberg

Anlässlich eines Ortstermins im Naturschutzgebiet Eskesberg haben sich Fachpolitiker*innen der Grünen gemeinsam mit Vertretern des Naturwissenschaftlichen Vereins ein Bild von der ökologischen Entwicklung der ehemaligen Mülldeponie gemacht.

Das 2011 mit dem Bodenschutzpreis NRW ausgezeichnete Areal hat sich zu einem Rückzugsort für seltene Arten der Roten Liste entwickelt, ist jedoch durch menschliche Störungen und einen Mangel an Pflegekräften gefährdet.

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 Ulrich T. Christenn, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Stadt Wuppertal und Sprecher im Ausschuss für Umwelt und Klima, erklärt: „Der Eskesberg ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie wir eigentlich zerstörte Flächen erfolgreich an die Natur zurückgeben können. Dass dieser Ort heute ein Refugium für über 20 Libellen- und Bienenarten ist, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis mutiger Entscheidungen. Wir dürfen solche wertvollen Freiflächen nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Es ist absurd, wenn wir für viel Geld Schäden an der Natur „reparieren“ und gleichzeitig grüne Naturflächen weiterhin mit Beton versiegeln. Gerade in dieser Woche sind die Unterlagen veröffentlicht worden für fünf weitere Gewerbeflächen auf der grünen Wiese in Wuppertal. Die Ausweisung neuer Gewerbeflächen auf der grünen Wiese ist ein Anachronismus; wir müssen stattdessen konsequent auf die Reaktivierung von Brachflächen und Leerständen setzen, um unsere natürlichen Lebensräume zu bewahren.“

Hintergrund: Das Naturschutzgebiet Eskesberg in Wuppertal (Stadtteil Varresbeck) umfasst etwa 8,53 ha 3. Es wurde auf einem ehemaligen Kalksteinbruch errichtet, der von 1850 bis 1956 genutzt und anschließend als Deponie verwendet wurde. Aufgrund der Deponiegeschichte ist das Gebiet technisch gesichert: Eine mehrschichtige Abdichtungsfolie und eine ein Meter tiefe Abdeckung verhindern das Austreten von Gasen, weshalb dort keine tiefwurzelnden Bäume wachsen dürfen.

Weiterführende Informationen: https://www.wuppertal.de/microsite/Umweltschutz/Boden_Altlasten/102370100000191710.php

Foto ohne copyright verwendbar, v.l.n.r. Michael Schedel, Michael Schmidt, Harald Bayer, Volkhard Wille, Ulrich T. Christenn

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