Glasfaserausbau: SPD-Fraktion fordert mehr Tempo und bessere Kommunikation

Drei Jahre nach dem ursprünglich für Herbst 2023 angekündigten Fertigstellungstermin ist der geförderte Glasfaserausbau in Wuppertal noch immer nicht abgeschlossen. Das geht aus der Antwort der Verwaltung auf eine Große Anfrage der SPD-Ratsfraktion hervor.

Zwar sind inzwischen rund 63 Prozent der geplanten Trassen fertiggestellt. Der Blick auf die einzelnen Stadtteile zeigt jedoch erhebliche Unterschiede: Während in Heckinghausen bereits 89 Prozent und in Uellendahl-Katernberg 81 Prozent erreicht sind, liegen Cronenberg gerade einmal bei 10 Prozent und Vohwinkel bei 27 Prozent.

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Dr. Alexander Hobusch, Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss für öffentliche Ordnung, Bürgerservice und Digitalisierung: „Drei Jahre Verzögerung sind mehr als genug. Vor allem die Zahlen in Cronenberg und Vohwinkel sind angesichts des langen Projektzeitraums ernüchternd. Hier, aber auch in allen anderen Bereichen, muss dringend mehr Tempo aufgenommen werden.“

Hinzu kommt: Selbst dort, wo bereits gebaut wurde, ist der Anschluss häufig noch nicht nutzbar. Von 762 Gebäuden, die bereits per Glasfaser angeschlossen sind, waren zuletzt nur 87 tatsächlich aktiviert. Weitere 675 Anschlüsse sind zwar baulich fertiggestellt, aber noch nicht in Betrieb.

„Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur gehört heute zur Daseinsvorsorge. Wer mit langsamem oder instabilem Internet auskommen muss, hat Nachteile im Alltag und im Berufsleben“, betont Dr. Alexander Hobusch. „Auch für unsere Unternehmen ist eine schlechte digitale Infrastruktur ein klarer Standortnachteil. Deshalb müssen gerade die schlecht versorgten Bereiche mit höchster Priorität vorangebracht und fertige Anschlüsse schnellstmöglich aktiviert werden.“

Das Projekt ist inzwischen bis zum 31. Dezember 2026 verlängert worden. Der bisherige Meilensteinplan wurde nach Angaben der Verwaltung teilweise nicht eingehalten und wird derzeit überarbeitet.

Um den Projektabschluss abzusichern, fordert die SPD-Fraktion die Stadt auf, vertragliche Druckmittel gegenüber dem ausführenden Unternehmen Greenfiber sowie alternative Handlungsoptionen zu prüfen. Zudem pocht die SPD auf eine bessere Kommunikation und mehr Transparenz gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, etwa durch die Bereitstellung einer interaktiven Karte mit den aktuellen Ausbaudaten.

„Wir brauchen jetzt einen verbindlichen und transparenten Zeitplan“, so Hobusch abschließend. „Die Menschen müssen wissen, wann bei ihnen gebaut wird und wann sie ihren Anschluss tatsächlich nutzen können.“

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