GRÜNE begrüßen Organisationsuntersuchung für die Bezirkssozialdienste

Kinder, Jugendliche und Familien brauchen verlässliche Hilfe

Die Bezirkssozialdienste in Wuppertal übernehmen eine zentrale Lotsenfunktion für Familien und sind die fachliche Anlaufstelle bei Kindeswohlgefährdungen. Angesichts der hohen Arbeitsbelastung, ebenfalls hoher Personalfluktuation und komplexer Problemlagen hat die Verwaltung eine Organisationsuntersuchung initiiert. Pro Vollzeitstelle werden aktuell bis zu 30 Familien betreut – je nach Betreuungs- und Beratungsaufwand in unterschiedlicher Intensität. Bereits jetzt müssen Aufgaben bei unbesetzten Stellen oder hohem Krankenstand priorisiert werden. Höchste Priorität haben immer Kindeswohlgefährdungen oder Fristsachen in familiengerichtlichen Verfahren.

Marcel Gabriel-Simon, sozial- und jugendpolitischer Sprecher der Grünen, begrüßt diesen Schritt: „Wir beobachten eine hohe Belastung der Mitarbeiter*innen sowie eine vergleichsweise hohe Fluktuation. Zudem sind Durchschnittsalter und Berufserfahrung im Vergleich zu anderen Bereichen der sozialen Arbeit eher gering. Positiv ist, dass die Stadt in Einarbeitung und Fortbildung investiert. Auch ein Rahmenqualifizierungsplan wurde erstellt. Doch das reicht nicht: Wir brauchen eine Struktur, die mit den wachsenden Anforderungen Schritt hält. In Anbetracht der zunehmend komplexeren Problemlagen von Kindern und Jugendlichen darf nicht an der Qualität der Arbeit gespart werden. Eine Organisationsuntersuchung halten wir deshalb für sinnvoll. Es ist richtig und wichtig, dass die Stadt diese nun durchführt.

Gabriel-Simon betont, dass die Untersuchung echte Entlastung bringen muss: „Wir erwarten, dass ergebnisoffen geprüft wird, ob die aktuelle Struktur mit sieben Bezirkssozialdiensten noch zeitgemäß und zukunftsfähig ist. Verschlankte Abläufe müssen dazu führen, dass die Fachkräfte entlastet werden und passgenauere Hilfen schneller bei den Familien ankommen. Am Ende zählt für uns: Kinder und Jugendliche müssen in einem gesicherten Umfeld aufwachsen, und Familien müssen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.“

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