07.05.2026evangelisch wuppertal
Gemeinsam essen, Demokratie lernen
Ein gemeinsames Mittagessen fördert demokratische Werte wie Zusammenhalt, Respekt und Toleranz. Davon konnte sich Helge Lindh (MdB) im Schülercafé SCOT der Gemeinde Gemarke-Wupperfeld überzeugen.

Sozialarbeiter Björn Malkus und Jule Schaller mit Helge Lindh (MdB) (Mitte) im Schülercafé SCOT
Ein gemeinsames, warmes Mittagessen ist nicht nur gesund. Es fördert auch demokratische Werte wie Zusammenhalt, Respekt und Toleranz. Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Helge Lindh konnte sich davon im Schülercafé SCOT der Gemeinde Gemarke-Wupperfeld überzeugen.
Vordrängeln gilt nicht, wenn sich die Kinder und Jugendlichen nach der Schule für das warme und gesunde Mittagessen im Schülercafé SCOT der Gemeinde Gemarke-Wupperfeld anstellen. Beim gemeinsamen Essen darf geredet und gelacht werden, aber niemand wird ausgelacht. „Der respektvolle Umgang miteinander ist uns wichtig“, erklärt Jugendleiter Björn Malkus dem Wuppertaler Bundestagsabgeordneten Helge Lindh.
Der SPD-Politiker ist gekommen, um sich selbst ein Bild vom Schülercafé und seinem Spendenprojekt „Ein Platz am Tisch“ zu machen, mit dem das gesunde, kostenlose Mittagessen für rund 40 Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 17 Jahren derzeit finanziert wird. Über 15.000 Euro hat die im Herbst 2025 gestartete Spendenaktion bisher eingebracht. „Das ist eine tolle Summe, aber wir möchten unser Projekt nicht nur mit Spenden finanzieren, sondern hoffen auf staatliche Fördergelder, damit es weitergehen kann“, sagt Björn Malkus.
Engagiert in „Demokratiebildung“
Helge Lindh hat seine Unterstützung zugesichert – zumal die Zeit im SCOT mit dem gemeinsamen Mittagessen Teil einer sozialen Arbeit für und mit Kindern und Jugendlichen sei, die zur Demokratiebildung und mehr Chancengerechtigkeit beitrage, so der SPD-Politiker. Denn nach dem Mittagessen gibt es im Schülercafé auch Hilfe bei den Hausaufgaben, Einzelnachhilfe und verschiedene Freizeitangebote. Jugendleiter Björn Malkus und sein Team haben ein offenes Ohr für die Kinder und Jugendlichen, helfen bei schulischen Problemen, aber auch wenn es Streit mit Freundinnen und Freunden oder den Eltern gibt.
Im Stadtteil Oberbarmen, in dem das Schülercafé liegt, haben etwa 40 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund, ein Drittel ist abhängig von staatlichen Unterstützungsleistungen. Eine bunte Mischung aus mehr als 19 Nationen unterschiedlichster Konfessionen kommt täglich ins SCOT. „Viele von ihnen haben Schwierigkeiten, überhaupt eine warme Mahlzeit am Tag zu bekommen“, erklärt Björn Malkus. „Und Unterstützung bei den Hausaufgaben oder bei schulischen Problemen können die meisten Eltern nicht leisten.“
Vermittlung von Medienkompetenz
Dafür spielt das Handy im Alltag vieler Kinder und Jugendlicher eine umso größere Rolle. Im SCOT versuchen die Mitarbeitenden, einen gesunden und altersgerechten Umgang mit sozialen Medien zu vermitteln und dabei auch über Fake News und die Propaganda von rechts- und linksextremen Gruppen ins Gespräch zu kommen und aufzuklären.
„Ob beim gemeinsamen Essen, Lernen oder Spielen – in unserem Miteinander leben wir vor, was Demokratie bedeutet“, erklärt Mitarbeiterin Jule Schaller. Ein Ansatz in der Kinder- und Jugendarbeit, der den Bundestagsabgeordneten überzeugt hat. Ähnliche positive Signale erhofft sich das SCOT-Team nun auch vom Besuch der Oberbürgermeisterin Miriam Scherff am 12. Mai. „Es wäre schön, wenn die Stadt unser Projekt finanziell unterstützen könnte“, meint Leiter Björn Malkus. Spenden sind sind aber weiterhin nötig und willkommen.
Spendenportal
Spenden für das Patenschaftsprojekt „Ein Platz am Tisch“ können über betterplace.org erfolgen. Dort gibt es auch eine Spendenquittung.
Text: Sabine Damaschke
Foto: Wahlkreisbüro Helge Lindh
Weiter mit:
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen