Diakonie bestätigt Eigenmittel für Prozesskosten – Pechpfoten widersprechen zentraler Begründung

Die Bergische Diakonie hat auf unsere Presseanfrage zu den Kosten des jahrelangen Verfahrens mit Pechpfoten e.V. reagiert. Eine Frage beantwortet sie eindeutig, öffentliche Gelder, Mittel von Kostenträgern oder Spenden würden nach Angaben der Diakonie nicht für das Gerichtsverfahren verwendet. Die Kosten würden aus Eigenmitteln getragen.

Symbolfoto:(KI) generiert

Zur Höhe der bisherigen Gerichts- und Anwaltskosten sowie zu internen Entscheidungswegen möchte die Diakonie dagegen keine Angaben machen.

Inhaltlich hält sie weiter an ihrer bekannten Begründung fest. Das geplante Tierschutzzentrum entspreche aus ihrer Sicht nicht mehr ausreichend den Bedürfnissen der teilweise schwer psychisch erkrankten Menschen auf dem Gelände. Die ursprünglich vorgesehene Einbindung der Klientinnen und Klienten sei in dieser Form nicht mehr gegeben.

Genau diesem Punkt widerspricht Pechpfoten e.V deutlich.

Der Verein verweist darauf, dass eine solche Einbindung bislang durch die Blockade der Diakonie noch gar nicht beginnen konnte.

Die Reihenfolge sei klar: Erst Baugenehmigung, dann Bau, Eröffnung und Einzug von Tieren und Mitarbeitern – und anschließend die praktische Zusammenarbeit mit der Diakonie.

Auch die Behauptung, Leistungen seien später reduziert worden, weist der Verein zurück. Der Kooperationsvertrag aus Juni 2023 und die Baulastvereinbarung aus November 2023 seien rechtsgültig von beiden Seiten unterzeichnet worden. An diesen Verpflichtungen halte man weiterhin fest.

Damit bleibt eine zentrale Frage offen, wie sollen die Pechpfoten eine Zusammenarbeit praktisch unter Beweis stellen, wenn das Projekt den dafür notwendigen Stand noch gar nicht erreicht hat? Wir haben  dazu deshalb heute noch eine Nachfrage an die Diakonie gestellt. (C.O)

 

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