Rettungsaktion „Katze“ am Wupperufer geglückt

Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot an

Eine Frau im mittleren Alter versuchte heute (22. Juni 2026) westlich der Bembergstraße zunächst alleine, nach eigener Angabe ihre Katze aus der Wupper zu fischen. Dabei vergaß sie, die mitgebrachte Transportbox mit ans Ufer zu nehmen. So saß sie mit der Katze auf dem Schoß geschätzte 10 bis 15 Minuten schreiend und hilferufend am Wupperufer.

Als unbeteiligter Dritter war es schwierig, die Lage zu sondieren, vor allem wie die Frau ans Wupperufer gelangt war und ob sie verletzt ist. Die Mauern zu den angrenzenden Grundstücken sind mehrere Meter hoch, eine im Gestrüpp versteckte Leiter nicht erkennbar. Nicht wenige Zeugen riefen in dieser Zeit den Notruf.

Die Feuerwehr rückte aufgrund der unklaren Ge­men­ge­la­ge nach eigenen Angaben mit einem Großaufgebot von neun Fahrzeugen und 30 Mann an, die Polizei mit zusätzlich zwei Fahrzeugen. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, daß eine bewußtlose Person in der Wupper ertrinkt. Auch ein Gruppenführer des Löschzugs Frielinghausen (Beyenburg) tauchte vor Ort auf.

Die Frau befand sich offenkundig in einem Ausnahmezustand und ließ dabei eine ordentliche Vorbereitung vermissen. Die oben auf der Mauer abgestellte Transportbox war unvollständig und damit ungeeignet zur Bergung der Katze. Letztlich arbeiteten Polizei und Feuerwehr gemeinsam, um die Katze in einer „amtlichen Transportbox“ (aber neutral und ohne Blaulicht) sowie deren völlig aufgeregte Besitzerin zu retten und nach Hause zu bringen.

Den Schrammen und Kratzer am Fuß und dem eher ungeeigneten Schuhwerk (Sandalen) nach zu urteilen hat die Frau ihre Aktion als Katzenfischer nicht ganz folgenlos überstanden. Es ist in Fällen wie diesen sicherlich schwierig, die sechs menschlichen Sinne beisammenzuhalten und alle guten Vorsätze zu beachten. Zeugen können der Feuerwehr jedoch durch eine möglichst genaue Beschreibung – hier: „Tierrettung“ – und konkreten Adresse den Aufwand für Feuerwehr und Polizei gering halten.

Der Autor hat die Geschehnisse miterlebt.

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