„Feuer“werk am Zoo: Die haben einen Knall
Bereits im Vorfeld der „Megakirmes“, auf der am Freitagabend (19. Juni 2026) wetterbedingt gar nicht mehr so viel los war, wurde bereits über den Sinn und Unsinn zweier(?) geplanter Feuerwerke in der Nähe des Zoos diskutiert und geschrieben.
Was der Autor dann am Freitagabend im Vorbeifahren miterleben durfte, erinnerte eher an notorischen und möglichst lauten Dauerlärm als an ein optisch beeindruckes Spektakel. Wenn schon der Autor als Mensch das Weite gesucht hat, dürften sich die Wildtiere im Zoo nicht wohler bei dem Krach gefühlt haben.
Wer so einen unangenehmen Dauerlärm absegnet oder mit einem Gewitter abtut, darf sich gerne mal mit den am Zoostadion verfeuerten „Wunderkerzen“ in einen Bunker einschließen lassen. Wenn er dabei nicht taub geworden ist, kann er ja gerne darüber diskutieren, ob das auch nur ein „harmloses Gewitter“ war.
Aus vielen Studien zum Thema Feuerwerkslärm läßt sich zusammenfassen; „Die meisten Tiere haben viel empfindlichere Sinnesorgane als Menschen.“ Vögel reagierten bis auf eine Entfernung von 1500 Metern (Löwengehege Zoo: 800m) verstärkt mit panischen Auffliegen, versteckten sich und/oder wiesen einen vielfach überhöhten Puls auf.
Referenzen
• LAVE.NRW: Silvesterfeuerwerk bedeutet Stress für Tiere
https://www.lave.nrw.de/themen/tiere/tierschutz/silvesterfeuerwerk-bedeutet-stress-fuer-tiere
• Riffreporter: Silvester-Böller und Feuerwerk: Terror für Millionen Tiere – doch Pyrotechnik boomt
https://www.riffreporter.de/de/umwelt/silvester-feuerwerk-boeller-tiere-umweltbelastung-gesundheit
• Studie über Vögel (englisch):
https://esajournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/fee.2694
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Wenn man erst dann von einem Schaden durch Feuerwerk ausgeht, wenn ein Tier nach dem Feuerwerk tot im Käfig oder der Voliere liegt, dann kann man natürlich pauschal sagen, daß es den Tieren am Arsch oder der Kloake vorbeigeht.
Die Entfernung zum Feuerwerk mag eine Rolle spielen. Die wird bei einer pauschalen Abwinkerei aber nicht berücksichtigt. Meine Kritik geht eher dahin, warum man zu einem optischen Feuerwerk wie bekackt Knalleffekte hinzufügt, die jeden Vergleich mit einem „Gewitter“ ins Lächerliche ziehen – siehe Tonbeispiel. (Das Feuerwerk knallt unzählbar oft während der Vorbeifahrt. Das Gewitter knallt drei Mal hörbar in 8½ Minuten.)
Hallo Herr Bernhardt,
wer sind Sie das Sie so polemisch die Bewertung eines weltweit anerkannten Fachmanns, nämlich unseres Zoodirektors, einfach ignorieren ?
Und haben Sie übersehen, dass zwischen Stadion und Zoo doch teilweise erheblicher , lärmmindender Baumbestand steht ?
Ich wohne oberhalb des Zoos, und kann die Aussage von Herrn Lawrenz nur bestätigen, das Feuerwerk klang den Gewittern vorher und nachher recht ähnlich.
Durchaus Spannend das ein Zoo Direktor für alle Zoo Tiere es als unproblematisch findet wenn ein Feuerwerk gezündet wird. Nun auch Artgerechte Tierhaltung ist ja auch grundsätzlich ein Qualitätsmerkmal von Zoos seit schon immer gewesen. Ist den schon Weihnachten das wahrgenommene Experten der Wissenschaft schon mit Tiere sprechen können? Vielleicht gab es zuvor schon ein Stuhlkreis mit allen Tieren das die weder bei Gewitter noch bei Feuerwerk Angst haben müssen. Wird nur nicht viel nutzen den auch Gewitter finden vermutlich nicht alle Tiere gleichermaßen spannend …. nun das eine ist Natürlich das andere halt eher nicht. Vermutlich gehen allerdings auch die Aras einigen anderen Tiere Tierisch auf den Senkel wenn diese mal wieder etwas lauter sind.
@Herr Buergener
Unser weltweit anerkannter Fachmann hat dumm daher geredet, ganz einfach. Übrigens, im lärmmindernden Baumbestand den Sie benennen, leben Wildtiere. Wahrscheinlich hat unser weltweit anerkannter, zoologischer Fachmann damit auch kein Problem. Wie gesagt, auch Experten reden manchmal dummes Zeug.
Meine Güte, Frau Otte…
Die WR hat Herrn Dr. Lawrenz gefragt, wie Zootiere auf Feuerwerk reagieren, und die Antwort hat Ihnen nicht gepasst. Experten sind nun mal nicht dazu da, um die eigene Meinung zu bestätigen. Das ist echt kein Grund als njuuz-Redakteurin jetzt eine persönliche Diskreditierungs-Kampagne loszutreten.
„Interessant, wie schnell Kritik zur ‚Diskreditierung‘ erklärt wird, sobald sie unbequem wird. Ein Zoodirektor darf öffentlich Entwarnung geben — dann darf man diese Entwarnung auch öffentlich anzweifeln. Das nennt man Debatte, nicht Kampagne.“
Debatte? Und „dummes Zeug“ halten Sie dann für ein wertvolles Argument in dieser Debatte?
Das Gewitter heute früh um 3 Uhr war im Vergleich sicher nicht genehmigungsfähig. Da hat die Stadtverwaltung aber echt geschlafen…