NAZA – der große Bruder lässt grüßen

Bei dem diesjährigen Filmfestival in Venedig gab es nur einen einzigen Dokumentarfilm, und worum ws sich dabei handelte, wurde bis kurz vor dem Beginn des Festivals ein große Geheimnis gemacht. Im Nachhinein schien das Vorbeugung gegen eine politische Intervention zu dienen, die zur Absetzung dieses Films führt. Die Whistleblower-Dokumentation „NAZA“ (Kollateralschaden) missfällt wohl israelischen Regierungskreisen so stark, dass seinen zwei jüdisch-israelischen Filmemachern mit Entzug ihrer Staatsbürgerschaft gedroht wurde.
Was die Whistleblower unter dem Schutz der Dunkelheit unf der Stimmenverzerrung berichten, ist allerdings auch geeignet den „guten Ruf“ des Staats Israel zu schädigen und plaudert viellleicht streng gehütete israelische Staatsgeheimnisse aus: Es geht darum, dass der israelische Geheimdienst Handys von Palästinensern im Gaza-Streifen hackt und sich durch Abhören der Handy-Gespräche genau darüber informiert, wann der zu eliminierende Palästinenser zu Hause ist. Bei einer gezielten Bombardierung des KI-gestützt ermttelten Hauses werden natürlich auch andere Palästinenser*innen getötet, auch Kinder. Die Anzahl dieser „Kollateralschäden“ (israelisches Kürzel „NAZA“) wird durch die Schnüffel-KI abgeschätzt.
Selbst Handys von Kindern scheinen gehackt zu werden, so dass aus der Antwort auf ihre Frge „Wo ist Papa?“ wichtige Hinweise gewonnen werden können. Wie es scheint, gibt es immer so viele „gläseren Palästinenser“, wie für einen militärischen Erfolg erforderlich ist.
Im Gegensatz hierzu wird in der Dystopie „1984“ die gesamte Bevölkerung vom „Großen Bruder“ überwacht. Bei Wikipedia steht darüber:
„In der Gesellschaft, die Orwell beschreibt, befindet sich jeder unter der vollständigen Überwachung durch die Behörden. Der Große Bruder ist allgegenwärtig und verfolgt die Bürger bis in die intimsten Bereiche ihres Lebens.“
Als Weiterentwicklung der mechanischen Rechenmaschinen hatten die Computer noch nicht lange begonnen. als im Jahr 1949 der Science-Fiction-Roman „Nineteen eighty four“ erschien. Damals konnte man von den heutigen Möglichkeiten der Totalüberwachung nicht einmal träumen. In den Jahren seines Entstehens (1946-1948) war das Computer-Zeitalter grade am Beginnen. Im Jahr 1942 hatte der spätere Computer.-Theoretiker Alan Tuing eine mechanische Vorrichtiung zum Entschlüsselung codierter Botschaften entwickelt.
Für die Ansprüche der neuen „Rechenmaschinen“ waren mechanische Schaltelemente nicht geeignet. Deshalb stellte Konrad Zuse in Deutschland im Mai 2041 die Zuse Z3 mit elektrischen Relais als Schaltelementen vor. Kurz darauf kamen in den USA und Großbritannien solche Digitalrechner heraus, aber mit elektronischen Röhren. In mehreren Entwicklungssprüngen wurde die Technnologie dieser Art von Rechnern bis zu stark miniaturisierten Schaltelementen auf Silizium-Basis entwickelt. Entsprechendes gilt für das ganze Drumherum: die Eingabe, Speicherung und Ausgabe von Daten, und zuletzt die Vernetzung per Funk und die Nachahmung der neurophysiologischen Prozess in der künstlichen Intelligenz.
Das fragwürdige Ideal des „Gläsernen Bürgers“ ist inzwischen in weiten Bereichen realisiert, und wer in die USA hineinkommen will, muss einen „digitalen Striptease“ machen. Darauf wie weit der Einsatz elektronischer Mittel in der Spionage entwickelt ist, wirft „NAZA“ zumindest etwas Licht. Das regt an zu den Fragen, wie weit die problemlos erscheinende Entführung des venezolanischen Präsidenten auf die Anwendung solcher Methoden durch die USA vorbereitet wurde und wie weit bei der Vorbereitung der fast gleichzeitige Ermordung der iranischen Führungsspitze.
Es stellt sich auch die Frage, was die israelische Armee im Gaza-Streifen zu Ende bringen soll, und wie sich Donald Trump die Auslöschung des Irans vorstellt. Sind im Iran schon genug systemrelevante Personen ausgespäht worden, um den dortigen Staat wirklich funktionsunfähig zu machen? Und weil berichtet wird, dass Israel die Bekämpfung des Irans ggf. auch ohne die USA fortsetzen wolle, provoziert die Frage, welche Rolle Israel in Donald Trumps Auslöschungsvorstellungen spielt.
Welche KI-Überlegungen es im Pentagon gibt, beleuchtet der WZ-Artikel „Musk arbeitet an Waffen der Zukunft“. Die beruhigende Nachricht war, dass die KI-Firma Anthropic dem US-Verteidigungsministerium die Nutzung ihrer Technologie in autonomen Waffen und zur Massenüberwachung.
vpn Amerikanern nicht gestatten will. Andererseits arbeitet Musks Elon Firma Tesla an humanoiden Robotern. Zum Jahreende wird eine Produktion von mehr als 1000 solcher Roboter pro Woche angepeilt. Sollen das KI-getriebene künstliche Soldaten werden? Befürchtungen in diee Richtung gibt es seit Jahren.
Solche künstliche Soldaten könntn nach hinreichender Entwicklung „echten“ menschlichen Soldaten überlegen sein. Dass das schon in naher Zukunft verwirklicht werden könnte, legt der WZ-Artikel „Drohnenjet schlägt echte Piloten“. Der Mümchener Drohnen- und Software-Hersteller Helsing hat nach seinen Aussagen bei der Entwicklung eines unbemannten Kampfjets erhebliche Fortschritte gemacht. In mehreren Simulationen soll die KI bei Luftkänpfen gegen echte Piloten gewonnen haben. Der erste Testflug wird für 2027 angpeilt.
Wie es schient, kommt eine „schöne neue Welt 2.0“ auf uns zu – mit Kriegen, bei denen Roboter der einen Seite gegen Roboter der anderen Seite kämpfen. Da werden die USA vermulich die Nase vorn haben wollen.
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