31.01.2026N. Bernhardt
Baustelle des Monats: Berliner- Ecke Bachstraße

Bild 1: Fußgänger und Radfahrer bitte über die Straße und Baustelle fliegen. Auf welcher Seite man die „Absperrungen“ passieren soll, ist natürlich nicht ausgeschildert. Vielmehr riecht das der Wuppertaler intuitiv, da brauchen wir doch keine Beschilderung.
In Wuppertal reden Offizielle gerne von Gleichberechtigung und Nichtdiskrimierung. Dazu gehört normalerweise auch gleichberechtigter Teilnahme am Verkehr. Das einzige immer gleichbleibend Gleichberechtigte in Wuppertals Baustellen sind die stets gleichbleibend faul eingerichteten „Absperrungen“, wie hier an der Berliner Straße, Ecke Bachstraße.
Aktuell ist der Fußgängerüberweg über die Bachstraße am östlichen Ende komplett versperrt. Ist halt so. Der Radweg entspringt mitten in der „Baustelle“, Radfahrer dürfen also fliegen. Und auf welcher Seite die Fußgänger das Hindernis umwandern dürfen, ist deren Orientierungsvermögen überlassen. Beschilderung oder eine ordentlich eingerichtete Baustelle mit ordentlicher Fußgängerquerung scheint halt zu aufwendig.

Bild 2: Spielplatz? Sandkasten? Kinder-Wunderland? Kinderbetreuung inklusive? Oder vielleicht amtliche Baustelle?
Wer indes die falsche Richtung läuft, landet unmittelbar in einem Sandkasten, wo die kleinen Kinder während des Einkaufs in der Barmer Innenstadt gut beschäftigt werden. Bei so einer Baustellen-„Sicherung“ müßte der Überweg zum Wupperufer eigentlich nicht gesperrt sein.

Bild 3: Gemeingefährliche Hindernisbereitung: Absperrschranken im spitzen Winkel mitten auf dem Radweg.
Ist er aber, und zwar mittels Absperrschranken in Längsrichtung mitten auf dem Radweg, damit er von Radfahrern möglichst nicht erkannt wird. Während für den Kfz-Verkehr ab und an Blitzer für Einhaltung der Verkehrsregeln sorgen, möchte die Stadt mit solchen Hindernissen auf dem Radweg offenbar testen, ob die lieben Radfahrer auch wirklich mit einer angemessenen Geschwindigkeit unterwegs sind und bremsen können – oder schneller als gedacht im Krankenhaus landen. Wenn das passiert, hat der Radstolperer einfach gegen das Sichtfahrgebot verstoßen.
Immerhin hat der Druck auf Radfahrer auf der Berliner Straße seit Installation des Blitzers spürbar nachgelassen. Der wurde auf Anordnung der Unfallkommission aufgestellt. Die Stadt Wuppertal wäre doch nie selbst auf die Idee gekommen, ab und an mal aus eigener Initiative einen Blitzer aufzustellen.
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