Offener Abend: „Nix Muse – selbst Genie!“

Kennen Sie Musik von KomponistINNEN wie zum Beispiel Mel Bonis, Lili Boulanger, Cécile Chaminade, Germaine Taillefer oder Pauline Viardot? In der Johanneskirche spielt das Ensemble Mel Bonis Kompositionen der Frauen. Ingrid Mayer referiert zu ihrem Leben.

Am Donnerstag, 9. Juli, geht es beim Offenen Abend in der Johanneskirche um Musik von Komponistinnen, die Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert gelebt haben. Es spielt das Ensemble Mel Bonis. Ingrid Mayer wird über die Komponistinnen berichten. „Nix Muse – selbst Genie“ heißt der Titel des Offenen Abends. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Johanneskirche, Altenberger Str. 25/Am Friedenshain. Der Eintritt ist frei.
“…Niemals wird man auf den Gedanken kommen, dass dieser Schlusssatz von einer Frau geschaffen worden ist…“ – Zitat aus dem „Handbuch für Klavierquartettspieler“ von 1937, verfasst von Wilhelm Altmann, Direktor der Preußischen Nationalbibliothek. Dieses „Kompliment“ galt dem Finale des 1. Klavierquartetts der französischen Komponistin Mel Bonis.
Männlicher Blick auf weibliche Schöpferkraft – ihn mussten sicher auch zahlreiche andere Komponistinnen der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ertragen, die sich erst allmählich den ihrem Schaffen zustehenden Platz in der heutigen Musikwelt eroberten.

Das Ensemble Mel Bonis (v.l.n.r.): Kerstin von Bargen, Ruth Kronen, Stephan Seeliger,
Gregor Huber, Friedwart Goebels, Martin Römer (Foto: Guido Sattler) ©Foto: Guido Sattler


Ingrid Mayer arbeitete als Lehrerin an einem Gymnasium mit den Fächern Latein und Französisch. Sie betrieb mit ihrem Mann und früheren Cellisten des Ensembles Mel Bonis, Eberhard Mayer, musikwissenschaftliche Recherchen zu Komponistinnen, insbesondere in Frankreich zu Mel Bonis.

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