Vielfaltssensibel mit Kindern arbeiten

Die Alle-Kinder-Bibel bekommt jetzt ein begleitendes Praxisbuch. Es soll dabei helfen, die biblischen Geschichten in der religionspädagogischen Arbeit lebendig werden zu lassen, wie VEM-Mitarbeiterin Sarah Vecera erklärt.

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Die Alle-Kinder-Bibel bekommt jetzt ein begleitendes Praxisbuch. Es soll dabei helfen, die biblischen Geschichten in der religionspädagogischen Arbeit lebendig werden zu lassen, wie VEM-Mitarbeiterin Sarah Vecera erklärt.

Alten Klischees mit einer neuen Darstellung biblischer Figuren entgegentreten – das will die Alle-Kinder-Bibel. Im Frühjahr vor drei Jahren erschienen, bekommt die erste diversitätssensible Kinderbibel, die aus zwei Bänden besteht, nun ein begleitendes Praxisbuch. Es versteht sich als „praktische Schwester“ der Alle-Kinder-Bibeln. Das Praxisbuch richtet sich an Mitarbeitende in Kinderkirche, KiTa, Grundschule, Gemeindepädagogik und Pfarramt und hilft ihnen dabei, die rassismus- und vielfaltssensible Perspektive der Alle-Kinder-Bibeln mit Vor- und Grundschulkindern zu verinnerlichen.

Dafür bietet es 27 klar strukturierte Bausteine, die flexibel und ohne großen Vorbereitungsaufwand einsetzbar sind. Enthalten sind Lesehilfen zu den Geschichten, Gesprächsimpulse, kreative Anregungen sowie umfangreiches Downloadmaterial mit Checklisten, Kurzvideos und PDF-Vordrucken. Vertiefende Informationen zu den Alle-Kinder-Bibeln sowie Material und Hinweise auf Fortbildungen sind unter diesem Link zu finden.

Vielfalt ist längst Realität

„Für Kinder ist Vielfalt längst Realität“, erklärt die Sarah Vecera, Referentin für Anti-Rassismus und Intersektionalität in der Abteilung Advocacy der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). „Mit der ‚Alle-Kinder-Bibel‘ möchten wir sie darin bestärken, dass Gottes Liebe uns alle einschließt – unabhängig davon, wer wir sind oder woher wir kommen.“

Das Praxisbuch zur „Alle-Kinder-Bibel“ ist am 9. Februar beim Neukirchener Verlag erschienen.

Die Idee zur Alle-KInder-Bibel hatte die Theologin nach einem Gespräch mit ihrer damals vierjährigen Tochter. „Sie stellte sich Gott als alten weißen Mann vor“, berichtet Sarah Vecera. Tatsächlich würden in Kinderbibeln biblische Figuren in der Regel mitteleuropäisch dargestellt, obwohl sie im heutigen Nahen Osten lebten und damit dunkelhäutige Menschen gewesen seien.

Zudem kämen Kinder selbst wenig zu Wort und Menschen mit Behinderung tauchten nur im Zusammenhang von Heilungsgeschehen auf. „Jesus im Gegensatz zu seinen Jüngern explizit nicht-jüdisch dargestellt“, sagt sie.

Kinder sind überall präsent

Die Figuren in der Kinderbibel sind folglich überwiegend dunkelhäutig. Darüber hinaus werden bewusst Menschen mit unterschiedlichen Körperformen sowie mit und ohne Behinderungen dargestellt.

Außerdem sind Kinder in den Illustrationen sehr präsent, auch in der Nähe zu Jesus. Schlüsselwörter werden in zahlreichen Sprachen in die Illustration einbezogen. „So sollen sich Kinder angesprochen fühlen, die mehrsprachig aufwachsen“, erklärt Sarah Vecera.

Text: VEM/epd/KK-sd
Foto: VEM

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