Feuerwerk am Zoo: Ausgerechnet der Zoodirektor spielt Sorgen herunter

Zwei geplante Feuerwerke im Rahmen der Mega-Kirmes sorgen in Wuppertal für Kritik. Die Feuerwerke sollen nicht nur in unmittelbarer Nähe des Grünen Zoos stattfinden, sondern auch direkt angrenzend an ein Waldgebiet. Damit stehen nicht nur Zootiere, sondern auch zahlreiche Wildtiere gerade in der Brut und Setzzeit im Fokus der Diskussion. Ein Feuerwerk hat gestern schon stattgefunden

Symbolfoto: (KI) C.Otte

Was viele Tierfreunde besonders fassungslos macht, ausgerechnet Zoo-Direktor Arne Lawrenz sieht offenbar keinen Anlass zur Sorge. Die Wuppertaler Rundschau hat mit ihm gesprochen. Die Aussage, für die Population im Zoo stelle die ,,Pyrotechnik wenig bis gar kein Problem dar.“ Die Tiere würden das Feuerwerk womöglich für ein Gewitter halten, sorgt für erhebliches Kopfschütteln. Tiere können sehr wohl einordnen, ob es sich um ein Gewitter handelt . Gerade von der Leitung eines wissenschaftlich geführten Zoos erwarten viele eher Schutz und Sensibilität und nicht das Herunterspielen möglicher Risiken.

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Offen bleibt zudem, wer in der Stadtverwaltung ein Feuerwerk in direkter Nähe zum Zoo und an einem Waldgebiet abgesegnet hat – und auf welcher fachlichen Grundlage man zu dem Schluss kam, dass Tiere gerade in der Brut und Setzzeit diese Belastung ohne größere Folgen wegstecken.

Es bleibt der Eindruck: Tiere stehen auf der Prioritätenliste in Wuppertal ganz weit unten. Irgendwo zwischen „später“ und „gar nicht“. (C.O)

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Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    Nun, die vielen (unbenannten) „Tierfreunde“ und „meisten Tierhalter“ werden sicher nicht nachts nach 22.00 Uhr neben den Gehegen stehen.
    Tipp: Wenn Experten anderer Meinung sind als man selbst, liegt es vielleicht nicht an den Experten.

    1. Claudia Otte sagt:

      Tja, wenn Argumente ausgehen woll? Kann natürlich auch daran liegen, dass Sie meinen Kommentar nicht verstehen.

      1. Susanne Zweig sagt:

        Naja, wenn Sie eine Dissertation und den täglichen Umgang mit Zootieren auf eine Stufe stellen wollen mit „einer gehörigen Portion Empathie“, wundert mich kaum, dass Sie Argumente nicht erkennen, wenn Sie welche lesen.

  2. Susanne Zweig sagt:

    Herr Dr. Lawrenz ist Tierarzt und als Experte für Zoo- und Wildtiere bekannt. Welche „fachliche Grundlage“ haben denn die „vielen Tierfreunde“ mit dem „erheblichen Kopfschütteln“?

    1. Claudia Otte sagt:

      Von einem Zoodirektor und Tierarzt erwartet man keine Kirmes-PR, sondern besondere Sensibilität für Tiere. Expertise ist kein Schutzschild gegen berechtigte Kritik.

      Die fachliche Grundlage der Tierfreunde? Ganz einfach, Feuerwerk knallt, blitzt, erschüttert und Tiere reagieren auf solche Reize mit Angst und Stress.

      Das ist keine esoterische Vollmondtheorie, sondern Erfahrung der meisten Tierhalter und ich glaube auch nicht, das Dr Lawrenz an Silvester oder gestern Abend neben den Gehegen gestanden hat um zu schauen wie seine Tiere sich verhalten.

      Diese ,,fachliche Grundlage“ bedarf keines Studiums, sondern eine gehörige Portion Empathie

      1. Uli Armbruster sagt:

        ganz dünnes Eis, die Empathie.
        Natürlich! kennen die Tiere Blitz und Donner und können damit umgehen.
        Deshalb muss man aber nicht wegen jeder Kirmes ein unnützes Feuerwerk machen.

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