Feuerwerk am Zoo: Ausgerechnet der Zoodirektor spielt Sorgen herunter

Zwei geplante Feuerwerke im Rahmen der Mega-Kirmes sorgen in Wuppertal für Kritik. Die Feuerwerke sollen nicht nur in unmittelbarer Nähe des Grünen Zoos stattfinden, sondern auch direkt angrenzend an ein Waldgebiet. Damit stehen nicht nur Zootiere, sondern auch zahlreiche Wildtiere gerade in der Brut und Setzzeit im Fokus der Diskussion. Ein Feuerwerk hat gestern schon stattgefunden

Symbolfoto: (KI) C.Otte

Was viele Tierfreunde besonders fassungslos macht, ausgerechnet Zoo-Direktor Arne Lawrenz sieht offenbar keinen Anlass zur Sorge. Die Wuppertaler Rundschau hat mit ihm gesprochen. Die Aussage, für die Population im Zoo stelle die ,,Pyrotechnik wenig bis gar kein Problem dar.“ Die Tiere würden das Feuerwerk womöglich für ein Gewitter halten, sorgt für erhebliches Kopfschütteln. Tiere können sehr wohl einordnen, ob es sich um ein Gewitter handelt . Gerade von der Leitung eines wissenschaftlich geführten Zoos erwarten viele eher Schutz und Sensibilität und nicht das Herunterspielen möglicher Risiken.

Video: Florian Petersen

Offen bleibt zudem, wer in der Stadtverwaltung ein Feuerwerk in direkter Nähe zum Zoo und an einem Waldgebiet abgesegnet hat – und auf welcher fachlichen Grundlage man zu dem Schluss kam, dass Tiere gerade in der Brut und Setzzeit diese Belastung ohne größere Folgen wegstecken.

Es bleibt der Eindruck: Tiere stehen auf der Prioritätenliste in Wuppertal ganz weit unten. Irgendwo zwischen „später“ und „gar nicht“. (C.O)

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