05.06.2014

Einwohnermeldeamt Personalausweis Reisepass Stadtverwaltung

Ausnahmezustand beim Einwohnermeldeamt

Von Wartezeiten bis zu mehreren Stunden muss momentan ausgehen, wer "mal schnell" ins Einwohnermeldeamt will. Die Stadt gibt Tipps, wie man die Misere am besten managt.

In der anbrechenden Urlaubszeit fällt vielen Wuppertalern auf, dass ihr Reisepass oder Personalausweis abgelaufen ist. Das bedeutet Hochsaison im Einwohnermeldeamt (EMA). Der große Besucherandrang und krankheitsbedingte Personalengpässe sorgen gegenwärtig dafür, dass viele Kunden stundenlang warten müssen.

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Die Stadtverwaltung macht den Bürgern keine Hoffnung, dass sich die Zustände kurzzeitig spürbar bessern werden. Stattdessen gibt sie Tipps, wie man mit der Misere am besten umgeht:

  • Regel Nr. 1: Wer nicht dringend ins EMA muss, sollte seinen Besuch dort so lange wie möglich aufschieben.
  • Der frühe Vogel fängt den Wurm: Wer morgens zwischen 6.45 Uhr und 7 Uhr am Steinweg 20 steht, hat laut Stadt momentan gute Chancen auf einen Tagestermin. Wer es bis 11:00 Uhr nicht geschafft hat, kann gleich zuhause bleiben.
  • Eine gute Nachricht: Termine können auch über das ServiceCenter der Stadt (Telefon 563 – 0) fest ausgemacht werden. Die schlechte Nachricht: kurzfristig ist auch hier nichts zu machen. Beim ServiceCenter erfährt man auch, ob der Gang zum EMA überhaupt notwendig ist.
  • Vieles lässt sich nämlich auch in den Bürgerbüros erledigen, wie z.B. An- und Ummeldungen, Änderung der Anschrift in KFZ-Scheinen, Aufenthaltsbescheinigungen, Anträge auf Ausstellung eines Führungszeugnisses, Hundesteuer An- und Abmeldung. Übrigens kann jeder Wuppertaler jedes Bürgerbüro in Wuppertal nutzen, nicht nur das im eigenen Stadtteil. Angesichts der Wartezeiten im EMA dürfte sich also auch die längste Anfahrt in ein Bürgerbüro rechnen.
  • Am schlausten verhält sich übrigens, wer sich nicht erst kurz vor dem Abflug des Urlaubsfliegers vergewissert, dass der Pass noch gültig ist.

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Foto: motograf  / pixelio.de

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Kommentare

  1. Wuppertalerin sagt:

    Hallo ,
    möchte hier auch mal meine Erfahrung mitteilen.
    Am 10.06.2014 habe ich mich um 07.05 Uhr vor dem Einwohnermeldeamt in die Menschschlange eingereiht (ca.200 Personen),da ich mich vorab informiert hatte wußte ich das die Wartezeit z.Zt. sehr hoch ist und habe mich darauf eingestellt…..nun war ich noch eine Gewinnerin da ich noch eine Wartemarke ergattert hatte.(ab 7.45 wurden keine Wartemarken mehr ausgehändigt. Ich hatte die Nummer 127…..also gut habe ich nun ersteinmal mein erforderliches Passbild in der 1 Etage machen lassen…..um ca.9.00 Uhr hatte ich Wartemarke und Passbild nun mein Blick auf die angezeigte Wartemarkenummer auf der Anzeigetafel.Es war die 14 in 1,5 Stunden wurden 14 + termienvereinbarte Marken bearbeitet.Nach meiner Nachfrage beim Personal…..erhielt ich die Auskunft das alle Wartemarken in jedem Fall abgearbeitet werden(positve Nachricht) man kann dem Personal wirklich keinen Vorwurf für dieses Desaster machen….Erstens: von 16 Bearbeitungsplätzen sind heute 4 belegt!!!!!
    Zweitens: Fragen ect.wurden freundlich und umfassend Beantwortet.
    Ok…..Krankheitsausfälle sind nicht planbar….nur leider scheind es mir so als wäre jährlich dieses Problem zu diesem Zeitpunkt.(Gelesen Internet 2011/2012 ect.)

    Um auf den Punkt zu kommen,ich zum Schluss meinen Antrag um 15.30 Uhr unterschreiben dürfen.Das heisst meine Wartezeit betrug 8,5 Stunden

    Fazit:
    Danke das ich den erst wieder in 10 Jahren neu beantragen muss!!!!!

  2. wuppertalerin sagt:

    Erfahrung von heute: Eine Bekannte hat um 6:00 Uhr (!) als achte Person vor dem Einwohnermeldeamt angestanden.
    Bis zur Öffnung um 7:30 ca. 50 bis 80 Personen. Wartemarkenautomat war abgeschaltet, Markenausgabe nur am Info- Schalter bis 7:40 Uhr- danach am gleichen Tag nichts mehr zu bekommen. Verschiedene Personen haben zum zweiten Mal angestanden und durften zum zweiten Mal unverrichteter Dinge wieder gehen, darunter viele ältere Menschen und Mütter mit Säuglingen.
    DAS IST UNTRAGBAR!
    Personen, die sich zu Recht beklagt haben, wurde gesagt, sie sollen sich beim Oberbürgermeister beschweren…………..

    1. wuppertalerin sagt:

      Nachricht auf Radio Wuppertal:
      Die Bürgerbüros sollen schließen, damit die Mitarbeiter im Einwohnermeldeamt aushelfen können…
      Nun müssen also alle, die sich schlicht nur ummelden wollen, sich in die Menschenmassen am Einwohnermeldeamt einreihen…
      Dümmer geht es nicht- statt die Beantragung von Personalpapieren AUCH in den Bürgerbüros zu ermöglichen (so war es einmal), also AUCH dezentral, zentralisiert man noch mehr im Einwohnermeldeamt- fröhliches „Hauen und Stechen“…….

  3. wuppertalerin sagt:

    Würde die Beantragung eines Personalausweises (wie früher) zusätzlich in den Bürgerbüros möglich sein, würde sich die unzumutbare Situation beim Einwohnermeldeamt entspannen. Der Zugriff auf die entspr. Datensätze ist in den Bürgerbüros ebenso möglich…..

  4. MM sagt:

    diese Tipps sind doch nur lachhaft. Anstatt die Misere erst gar nicht aufkommen zu lassen, werden wir jetzt belehrt.

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