Kultur
 |  | 13.3. | 

»broken german« (Droschl 2016)

13.03.2017 11:02

Lesung und Gespräch mit Tomer Gardi und Prof. Dr. Matei Chihaia (Moderation)

Tomer Gardi ©Arie Kishon

Der Roman »broken german« von Tomer Gardi ist ein Plädoyer für Sprachenvielfalt und entfaltet in dem ihm eigenen Sprachduktus eine Poesie des Neuen, des Ankommenden, des sich neu Findenden. Denn Tomer Gardi erzählt so, wie es der Titel in Englisch anzeigt: in gebrochenem Deutsch, also einer Sprache, die ihm (noch) nicht Heimat ist; einer Sprache, die gegen Grammatik und Rechtschreibung verstößt und so für das Andere, das Flüchtige steht.

»broken german« ist zugleich ein Großstadtroman. Radili Anuan, Sohn und Enkel von Holocaust-Überlebenden, kehrt mit seiner Mutter nach Berlin zurück. Er sucht das Messer, das er sich kaufte, als er vor Jahren von Skins angepöbelt wurde. So unkonventionell die Sprache des Romans ist, so auch seine Figuren. Die Suche nach dem damals vergrabenen Messer ist der Beginn und Knotenpunkt der vielen seltsamen, vermeintlich abwegigen und auch humorvollen Ver-Strickungen, in die uns der Erzähler (ent-)führt. Deutsch-jüdische Geschichte trifft auf die Gegenwart Berlins.

Tomer Gardi, geboren 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, studierte Literatur- und Erziehungswissenschaft in Tel Aviv und Berlin. Er war Herausgeber der Zeitschrift »Sedek: A Journal on the Ongoing Nakba«, ein Projekt der israelisch-jüdischen Initiative Zochrot, die die Erinnerung an die Vertreibung der Palästinenser im öffentlichen Diskurs verankern will.

In Kooperation mit der Buchhandlung v. Mackensen und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.

Di. 21. März 2017, 19:30 Uhr, Buchhandlung v. Mackensen, Friedrich-Ebert-Straße 12

42103 Wuppertal, Eintritt VVK 5,00 Euro*/AK 7, 00 Euro

*Die Karten erhalten Sie im Vorverkauf in der Buchhandlung v. Mackensen und an der Abendkasse

 


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