Mexikanische Arbeitsplätze und Lieferkettengesetz

Welche Auswirkungen hat ein Lieferkettengesetz auf mexikanische Arbeitsplätze? Infoabend mit einer mexikanischen Gewerkschafterin zu deutsch-mexikanischen Automobilkonzernen am 8.2.2022 in der Alten Feuerwache und online

Die Globalisierung macht es möglich: Den Mitarbeiter*innen im mexikanischen Werk wird genauso wie im deutschen Werk desselben Konzerns Verzicht abverlangt: „Die deutschen Werke sind produktiver!“ Dabei verdienen sie 200 € monatlich, wovon sie kaum leben können. Statt Betriebsrat und Gewerkschaft ‚vertritt‘ sie eine mafiaähnliche Kanzlei. Die deutschen Gewerkschaften und Betriebsräte haben aber oft keinen Kontakt und keine Kenntnisse und nehmen ‚Mexiko‘ – und andere Niedriglohnländer – als Gefährdung des eigenen Standortes wahr.

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Am Beispiel Mexiko-Deutschland wird erörtert, welche Handlungsmöglichkeiten Gewerkschaften und NGO’s haben, in beiden Ländern. Kann das neue Lieferkettengesetz helfen? Klar ist für uns: Die Grenzen dürfen nicht zwischen Mexiko und Deutschland verlaufen – sie verlaufen zwischen Arbeitnehmer*innen in Mexiko und Deutschland auf der einen und ihrem jeweiligen Arbeitgeber auf der anderen Seite.

  • Wie sehen Arbeitsbedingungen und gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten in Mexiko aus?
  • Welche Handelsströme gibt es zwischen Mexiko und Deutschland? Was regeln die internationalen Abkommen und die Mexiko betreffenden Freihandelsabkommen, speziell USMexCa (ehem. NAFTA) und EU-Mexiko? Wie verhalten sich deutsche Konzerne in Mexiko?
  • Eröffnet das LKSG eine realistische Möglichkeit, die Arbeitsbedingungen in Mexiko und Deutschland zu verbessern?
  • Was müsste man dafür ggf. tun?

Referentin: Patricia Juan Pineda, mexikanische Gewerkschaftsaktivistin vom Beratungszentrum für Arbeitsforschung und Gewerkschaft (CILAS). Sie ist vom 5.-20.02.2022 in Deutschland auf einer Rundreise. Sie unterstützt insbesondere den freien Gewerkschaftsbund Fesiiaaan, hat aber auch schon Studien für die Friedrich-Ebert-Stiftung Mexico geschrieben.

Helge Lindh, SPD-Bundestagsabgeordneter wird anwesend sein und mitdiskutieren.

Veranstaltung des Infobüro Nicaragua zusammen mit Wuppertaler Aktionsbündnis gegen TTIP und andere Freihandelsfallen

Für die Teilnahme gelten die aktuellen Corona-Schutzbestimmungen, z.Zt. 2G+ (Geimpft oder Genesen, zusätzlich getestet oder geboostert). Beschränktes Platzangebot wegen Abstandsregeln.

Wo: Alte Feuerwache (Gathe) Wuppertal

Teilnahme an der Veranstaltung per Zoom möglich:
https://us06web.zoom.us/j/81560729502?pwd=RllpRmhKSWREczN6d2h0c1ExSEN2Zz09

Meeting-ID: 815 6072 9502
Kenncode: 622082

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