09.06.2026Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Wuppertal überzeugt im DUH-Hitzecheck 2026
Der aktuelle Hitzecheck der Deutschen Umwelthilfe (DUH) liefert ein deutliches Signal für die Klimapolitik in Nordrhein-Westfalen: Während weite Teile des Landes im „roten“ oder „orangen“ Bereich der Hitzebelastung liegen, ist Wuppertal die einzige untersuchte Großstadt in NRW mit einer grünen Gesamtbewertung. Mit einem Beschirmungsgrad von 30,73 Prozent liegt unsere Stadt über dem empfohlenen Richtwert für ein gesundes Stadtklima. Dies beweist: Eine gezielte Förderung von Baumbestand und Schattenflächen schützt die Bürgerinnen und Bürger effektiv vor den Folgen der Erderwärmung.
Ulrich T. Christenn, Fraktionsvorsitzender und klimapolitischer Sprecher:
„Wuppertal ist Vorreiter für klimaresilienten Städtebau. Das Ergebnis des dritten DUH-Hitzechecks unterstreicht die Bedeutung von grüner Infrastruktur. In Wuppertal bedecken Baumkronen knapp ein Drittel der Siedlungsfläche und sorgen so für natürliche Kühlung und Schatten auf Straßen und Plätzen. Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Resultat einer Stadtplanung, die den Wert von Vegetation als lebensnotwendige Klimaanpassung erkennt. Während andere Städte wie Euskirchen durch zunehmende Bodenversiegelung und Baumverlust massiv unter Hitze leiden, zeigt Wuppertal, dass ein hoher Beschirmungsgrad die Lebensqualität im Sommer entscheidend sichert.“
Anja Liebert, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit, Klima, Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit:
„Wir dürfen uns allerdings nicht auf diesem positiven Ergebnis ausruhen. Auch in Wuppertal wird der Baumbestand geringer. Da Bäume Jahrzehnte zum Wachsen benötigen, ist dieser Verlust für die Klimabilanz unserer Städte kaum kurzfristig auszugleichen. Jede versiegelte Fläche und jeder gefällte Baum schwächt unsere „grünen Lungen“ und erhöht das Risiko für hitzebedingte Gesundheitsrisiken in der Bevölkerung. Klimaanpassung muss zum Standard für Stadtplanung werden. Wir brauchen Investitionen in die grüne Infrastruktur, um unsere Städte auch in einer heißeren Zukunft weiter lebenswert und gesund zu halten.“
Weiterführende Informationen:
https://www.duh.de/mitmachen/hitze-check/
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Hier wird aber viel in einen Topf geworfen.
Ich greife nur eins raus: Die von der Bezirksregierung Düsseldorf genehmigte Rodung von 5,5 ha Privatwald im Osterholz hat tatsächlich absolut nichts mit Stadtplanung und genauso wenig mit grüner Lokalpolitik zu tun.
Das ist nicht Korrekt den auch Müllhalden werden durch Lokalpolitik beeinflusst. Dieses fängt bei den Landschaftsplänen nun mal eben an. Nun bleiben wir gerne in der Nähe der Kalkwerke. Auch am Buntenbeckerfeld war es ein gemeinsamer Prüfauftrag der Grünen und der CDU die zuvor abgelehnte Bebauung noch mal nach vorne geholt hat.
… und die Abraumhalde eines Kalksteinbruchs hat nichts mit Müll zu tun, sondern besteht aus Boden ohne Kalkstein.
Das wir vermeintlich soviel grün haben liegt an verschiedenen Gründe und hat sehr wenig mit „Stadtplanung“ zu tun. Zum einen ist hier entscheidend das Wuppertal mit der Zusammenführung der „Kleinstädte und Dörfer entstanden ist“ Auch die Topographie spielt eine erhebliche Rolle das nicht überall gebaut werden kann. Zur Zeit bemühen sich ja auch die Grünen das zu ändern und finden es total toll das für die BUGA auf einer landwirtschaftlichen Fläche ein neuer Hitzespot entsteht. Weil es der Kuschelkurs zwischen CDU und Grüne zur „rettung der Kleinen Höhe“ notwendig erschien „kompromisse“ wegen Mitregieren einzugestehen. 5,5 Hektar Wald wurden auch für die Kalkwerke geopfert. Nun für Seilbahn und Hängebrücke lichten wir dann gerne noch mal unsere Buchen Mischwälder aus bis die dann auch keineswegs mehr das schaffen können was diese eigentlich schaffen….. Also danke für nichts.
Stimme Ihnen zu, eine Stadt im Grünen liegt vorne, zrotz Versiegelung der Innenstadtbereiche und zahlreicher Umwelt- und Bausünden.
Ich frage mich, ob hier nicht Die Grünen von dem umweltpolitischen Versagen Ihres ehem. OB Schneidewind ablenken wollen.???
Ich glaube es ist noch schlimmer die sind vermutlich überzeugt das diese für das „gute“ Ergebnis einen Beitrag geleistet haben.
Schönes Ergebnis.
Trotzdem sollte man sich darauf nicht ausruhen. Es fehlt immer noch eine Beschattung im Wall. Hier war ein Wiederherstellen der Bäumen nach dem Döppersberg-Umbau versprochen worden.
Durch die Fensterfassaden in diesem Bereich scheint hier überlängere Zeit die Sonne hinein und treibt die Temperaturen hoch.
Alternativ zu Bäumen wäre auch eine Fassaden-Begrünung möglich.
Also los, stellt einen Antrag im Rat. Entlastet die Älteren Menschen, die mit dem ÖPNV fahren.