Wuppertal überzeugt im DUH-Hitzecheck 2026

Während NRW unter Hitze leidet, zeigt unsere Stadt, wie Klimaanpassung funktioniert

Der aktuelle Hitzecheck der Deutschen Umwelthilfe (DUH) liefert ein deutliches Signal für die Klimapolitik in Nordrhein-Westfalen: Während weite Teile des Landes im „roten“ oder „orangen“ Bereich der Hitzebelastung liegen, ist Wuppertal die einzige untersuchte Großstadt in NRW mit einer grünen Gesamtbewertung. Mit einem Beschirmungsgrad von 30,73 Prozent liegt unsere Stadt über dem empfohlenen Richtwert für ein gesundes Stadtklima. Dies beweist: Eine gezielte Förderung von Baumbestand und Schattenflächen schützt die Bürgerinnen und Bürger effektiv vor den Folgen der Erderwärmung.

Ulrich T. Christenn, Fraktionsvorsitzender und klimapolitischer Sprecher:
„Wuppertal ist Vorreiter für klimaresilienten Städtebau. Das Ergebnis des dritten DUH-Hitzechecks unterstreicht die Bedeutung von grüner Infrastruktur. In Wuppertal bedecken Baumkronen knapp ein Drittel der Siedlungsfläche und sorgen so für natürliche Kühlung und Schatten auf Straßen und Plätzen. Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Resultat einer Stadtplanung, die den Wert von Vegetation als lebensnotwendige Klimaanpassung erkennt. Während andere Städte wie Euskirchen durch zunehmende Bodenversiegelung und Baumverlust massiv unter Hitze leiden, zeigt Wuppertal, dass ein hoher Beschirmungsgrad die Lebensqualität im Sommer entscheidend sichert.“

Anja Liebert, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit, Klima, Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit:
Wir dürfen uns allerdings nicht auf diesem positiven Ergebnis ausruhen. Auch in Wuppertal wird der Baumbestand geringer. Da Bäume Jahrzehnte zum Wachsen benötigen, ist dieser Verlust für die Klimabilanz unserer Städte kaum kurzfristig auszugleichen. Jede versiegelte Fläche und jeder gefällte Baum schwächt unsere „grünen Lungen“ und erhöht das Risiko für hitzebedingte Gesundheitsrisiken in der Bevölkerung. Klimaanpassung muss zum Standard für Stadtplanung werden. Wir brauchen Investitionen in die grüne Infrastruktur, um unsere Städte auch in einer heißeren Zukunft weiter lebenswert und gesund zu halten.“

Weiterführende Informationen:
https://www.duh.de/mitmachen/hitze-check/

Anmelden

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert