„Scheißhausgate“: Döppersbergdesigner vergessen Toiletten!

Gesundheitsamt schließt Designikone der Gesundheitspflege am Wupperpark Ost

Foto: N.Bernhardt. Für das Primaklima-Designkonzept „das dumm herumstehende Dixiklo gehört dazu“ zahlt wie immer der Steuerzahler. Ganz zu schweigen von der beauftragten Firma, die vertraglich gebunden Pflegespezialkräfte bereithält, die nun wahrscheinlich Däumchen drehen und trotzdem bezahlt werden müssen.

Alles redet über Klimawandel, Resilienz, Investitionen und Schutz in kritische Infrastruktur. Und was macht Wuppertal? Verscheuert letzteres wie den letzten Bunker im Tal. Vergangene Woche macht das Gesundheitssystem mit den Dixiklos noch die letzte kritische Infrastruktur am Wupperpark dicht.

Überspitzt formuliert findet es die Verwaltung offenbar hygienischer, wenn die Menschen ihre Notdurft in den Hauseingängen und -durchfahrten der umliegenden Häuser verrichten. Ganz nach dem christlichen Weistum: „Geben ist seliger denn nehmen.“

Immerhin sind die Designtoiletten im Designdöppersberg und -wupperpark noch klimaresilient aufgeständert – sonst könnte das nächste Hochwasser die langjährige Arbeit nach Kohlfurth schwemmen und damit die Kläranlage unbrauchbar machen.

Wer bezahlt jetzt eigentlich für den Sch…, äh, die Entscheidung, im Gebäude „Café Cosa“ keine (selbstreinigenden) Toiletten eingeplant zu haben? Das städtische Amt, das die WC-freien Ausschreibungskriterien verbrochen hat? Die Architekten des Designwettbewerbs, die das oft dringende menschliche Bedürfnis nicht eingeplant haben? – Natürlich nicht. Dafür zahlt wie immer der Steuerzahler.

Schwammstadt bedeutet in Wuppertal: Schwamm drüber. Laß Gras drüber wachsen. Vergesset einfach. Morgen haste wegen Ersatzverkehr und Softwarefehler-kann-man-nichts-machen bei der Schwebebahn ganz eigene Probleme.

Im Rahmen des BUGA-Kunstprojektes „Goldener Donnerbalken“ sollen die Goldbänke an der Herzogstraße auf der Sitz-aber-nicht-Liegefläche eine kreisrunde Öffnung bekommen und von oben all den menschlichen Konsum aufnehmen. Vielleicht finden ja einer ein paar verlorene oder vergeudete Millionen Euro darin wieder.

Im Ausschuß für Sicherheit, Ordnung, Bürgerndeservice, Jahresabschlüsse, digitalisierte Bürokratie, plattformunabhängige und resiliente Winzigweich-Systeme waren Taxigutscheine für notbedürftige Bedürftige im Gespräch, um eilbedürftig mit dem Taxi zum Berliner Platz kutschiert zu werden, dort in der von Frau OB’in eingeweihten öffentlichen Bedürfnisanstalt ihre Notdurft zu verrichten, um anschließend mit dem gleichen Taxi wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Wie der Ausschuß über die Hochdruckdrucksache entschieden hat, ist nicht bekannt.

Mehr zum Thema:

Radio Wuppertal: Toilettendebakel am Döppersberg, 13.02.2026
https://www.radiowuppertal.de/artikel/-2573577

Wuppertaler Rundschau: Nachts mehr Licht im Wupperpark Ost, 18.02.2026
https://www.wuppertaler-rundschau.de/-144057859

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