08.07.2026Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Kulturpolitik in Wuppertal: CDU und SPD blockieren Expertise aus der Praxis
Ein gemeinsamer Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke, eine beratende Person aus der Steuergruppe Kulturelle Bildung in die Auswahlkommission einzubinden, wurde im Kulturausschuss von SPD, CDU, AfD und FDP abgelehnt. SPD und CDU begründeten dies mit ihrem vollen Vertrauen in die Verwaltung.
Janina Smits, kulturpolitische Sprecherin der Grünen erklärt: „Hier geht es gerade nicht darum, die Entscheidungsmacht der Verwaltung infrage zu stellen, sondern um eine beratende Funktion aus der Praxis. An der eigentlichen Entscheidungsgewalt über die Besetzung der Stelle durch die Verwaltung hätte sich nichts geändert. Es wären genau die Menschen einbezogen worden, die Tag für Tag die kulturelle Bildungslandschaft Wuppertals gestalten. Die Steuergruppe Kulturelle Bildung, die aus wichtigen Interessengruppen und Trägern aus Kultur und Bildung besteht, hatte diesen Wunsch direkt geäußert. Das Engagement wäre ehrenamtlich und für die Stadt kostenfrei erfolgt. Es ist unverständlich, warum SPD und CDU die kostenlose Expertise aus der Praxis blockieren. Für uns ist echte Beteiligung kein freundliches Extra, sondern ein zentrales Qualitätsmerkmal guter Kommunalpolitik.“
Unterstützung fand das auch durch die Vertretung der Freien Kulturszene im Ausschuss, wo sie sich deutlich für das Vorhaben aussprach und den Fraktionen nahe lag, dem Antrag zuzustimmen.
Bürgermeisterin Dagmar Liste abschließend: „Die Ablehnung ist ein herber Rückschlag für die kulturelle Bildung in Wuppertal. Es ist schade, dass SPD und CDU die Chance zur Mitgestaltung verspielen. Wir hätten die Expertise derer nutzen können, die das preisgekrönte Konzept für die kulturelle Bildung in unserer Stadt überhaupt erst entwickelt haben.“
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