27.04.2026

Belastung durch prekäre Arbeit als Faktor des Rechtspopulismus

In seinem Vortrag (Originaltitel: Prekäre Arbeit und psychische Belastung als Einflussfaktoren des Rechtspopulismus) in "die Börse" am 28.04.2026 um 19.30 Uhr erläutert Prof. Dr. Diestel von der Bergischen Universität, wie Ausbeutungsverhältnisse am Arbeitsplatz und im Alltag Demokratie gefährden.

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Zur Bundestagswahl 2025 wurde eine längsschnittliche Befragung von wahlberechtigten Beschäftigten in Deutschland durchgeführt. Hierbei wurde das Wahlverhalten durch Varianten psychischer Belastungen (ausbeuterisches Führungsverhalten, prekäre Arbeitsbedingungen und Selbstkontrollanforderungen), Angstmotivation und Hilflosigkeitserleben sowie ideologischen Einstellungsmustern vorhergesagt. Die Ergebnisse lassen auf eine durch Arbeitsbelastungen und infolge dessen verstärkte angstmotivierte Selbststeuerung begünstigte Wahl zu Gunsten rechtsextremer Parteien schließen.

Die vorliegende Erkenntnislage verweist auf einen dringenden Handlungsbedarf in der  Gestaltung politisch-ökonomischer Verhältnisse und damit verbunden von Arbeitsbedingungen zum Zwecke der Stabilisierung von Vertrauen in demokratische Institutionen.

Vortrag: Stefan Diestel, Uni Wuppertal WiWi); Moderation: Dieter Boden
Stefan Diestel ist seit November 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Schumpeter School of Business and Economics der Bergischen Universität Wuppertal. Ferner ist er Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Transformationsfor-schung und Nachhaltigkeit. An der Ruhr-Universität Bochum studierte Stefan Diestel Psychologie mit dem Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie und Organisationsberatung und promovierte zu Einflüssen von Emotionsarbeit.

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