2,5 Meter Mindestbreite entspricht in Wuppertal „hier paßt eine Person durch“

An der City-Baustelle sind die geltenden Richtlinien mal wieder völlig wurscht

Wuppertal, WSW-Citybaustelle Elberfeld. In der Fußgängerzone Kipdorf sind offensichtlich gerade mal wieder die Verkehrsregeln und „Richtlinien zur verkehrsrechtlichen Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen“ (RSA 21) abgeschafft worden. Die Aufstellung von rot-weißen Sichtblenden erfolgte mit eher zufälliger Stellung der teils defekten Fußplatten und natürlich ohne vorgeschriebene Warnlampen.

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Erst wenn was passiert wie beim Abriß Koch am Wall, wo mehrfach Trümmerteile in der Nachbarschaft einschlugen, wird mal kosmetisch etwas angeordnet, auch wenn dies natürlich nicht dem Sicherheitsempfinden der Menschen entspricht, die dort verkehren. Sofern sie das dürfen und die Stadt nicht prophylaktisch ein rundes Schild „Fußgänger verboten“ zur vorgeblichen Abwehr oder „Erfüllung“ der Verkehrssicherungspflicht anordnet.

Mindestbreiten für Fußgänger sind in Wuppertal ebenso unbekannt. Für Fußgängerzonen ist laut RSA 21 „bei der Festlegung von mindestens erforderlichen Breiten das örtlich vorhandene Fußverkehrsaufkommen angemessen zu berücksichtigen“. Bei der vorhandenen Breite ist Begegnungsverkehr nur sehr eingeschränkt schlanken Personen möglich. Allein bei der Radfreigabe der Fußgängerzone bedeutet dies eine Mindestbreite nach RSA 21 von 2,50 Meter.

Rollstuhlfahrer oder Personen mit Kinderwagen haben mit dieser Schmalspurbaustelle schlichtweg Pech gehabt. Die „dürfen“ dann auf die unfähigen(?) Baustellenplaner „Rücksicht nehmen“ und eben woanders langlatschen.

Gesetze und Richtlinien existieren ja nicht zum Spaß, sondern damit man Unfälle vermeidet, die Sicherheit des Verkehrs vor persönlichen Profit stellt. Schließlich sind alle Auftragnehmer der Stadt und WSW über die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) an die Erfüllung der geltenden Gesetze und Richtlinien wie RSA 21 gebunden. Zumindest solange, wie nicht auffällig zufällig Baustellen und deren Absicherungen immer woanders oder scheinbar gar nicht kontrolliert werden.

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