WSW bauen Abwasserleitung unter dem Sonnborner Kreuz

Für das Einzugsgebiet Lüntenbeck, Rottscheider Bach, Stackenberger Siefen und Eugen-Lange-Straße erstellen die WSW einen neuen Düker (Druckleitung zur Unterquerung einer Straße, eines Tunnels oder eines Flusses) zur Abführung des Schmutz- und klärpflichtigen Regenwassers.

Am Sonnborner Kreuz bauen die WSW eine neue Kanalleitung, um die Entwässerungssituation im Wuppertaler Westen zu verbessern.

 

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Der alte Düker wurde 1917 gebaut und besteht aus zwei Stahlrohren mit einem Durchmesser von je 40 Zentimetern. Durch diesen wird ausschließlich Schmutzwasser abgeführt. Er ist schlecht zugänglich, da er durch die Autobahn A46 und die Landesstraße L74 überbaut wurde und Wartungsarbeiten nur mit einer Teilsperrung der A46 und L74 möglich sind.

Neben dem Schmutzwasser werden mit dem neuen Düker künftig auch die klärpflichtigen Anteile des Regenwassers aus dem Einzugsgebiet abgeleitet. Dieses umfasst eine Fläche von etwa 670 Hektar mit ca. 30.000 Einwohnern. Durch die Abführung des klärpflichtigen Regenwassers können die WSW auf den Bau eines neuen Regenklärbeckens verzichten.

Durch die neue Dükerleitung wird das Schmutzwasser – wie bisher – direkt zur Kläranlage Buchenhofen geleitet. Das klärpflichtige Regenwasser wird durch eine neue Verbindungsleitung in den Entlastungssammler Wupper (ESW) abgeleitet. Das geplante Ableitungssystem besteht aus einem Stahlbetonrohr mit einem Durchmesser von zwei Metern. Es verläuft von der Einmündung Möbecker Straße/Eugen-Langen-Straße über eine Länge von 105 Metern in östlicher Richtung unter der A46 und der L74 (Sonnborner Kreuz) zu einem Umlenkschacht, der in der Ausfahrschleife der Ausfahrt Wuppertal-Vohwinkel gebaut wird.

Im weiteren Verlauf führt die Ableitung dann in Richtung Süden zum nordwestlichen Ende des Parkplatzes des Bayer-Sportparks. Dieser Abschnitt hat eine Länge von 125 Metern und unterquert die Bundesstraße B228 (Sonnborner Ufer) sowie die Wupper. Am unteren Ende des Dükers wird der Kanal dann an den östlich verlaufenden ESW im Rutenbecker Weg angeschlossen.

Der Bohrkopf für den unterirdischen Vortrieb ist 4,7 Meter lang und wiegt 53 Tonnen.

Die Arbeiten wurden in zwei Baulose aufgeteilt, wobei Los 1 insbesondere die unterirdischen Vortriebsarbeiten beinhaltet und Los 2 den offenen Kanalbau sowie den Betonbau der Schachtbauwerke umfasst.

Die verwendete Vortriebsmaschine des Herstellers Herrenknecht Typ AVN 2000 für den unterirdischen Vortrieb besteht aus einem Bohrkopf, der ca. 4,7 Meter lang ist und ein Gewicht von 53 Tonnen hat.

Die Arbeiten haben im März 2018 begonnen und werden voraussichtlich bis August 2020 dauern. Die geplanten Baukosten betragen rund 12 Millionen Euro.

Quelle: WSW

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