Wärmepumpen und neues Wärmegesetz

Eine Wärmepumpe oder doch noch einmal eine Gas- oder Ölheizung?
Zu Bedenken ist dabei Folgendes:
Aktuell gibt es noch gar kein neues Gesetz. Es liegt noch nicht einmal ein Gesetzesentwurf vor. Alles, was derzeit diskutiert wird, sind erste Ideen und Eckpunkte. Und trotzdem müssen Eigentümer schon heute Entscheidungen treffen, die sie über viele Jahre binden. Daher kann man derzeit nur grob nachspüren, was da gesetzlich beabsichtigt sein könnte und welche Konsequenzen sich für Eigentümer ergeben würden.
Auch wenn es auf den ersten Blick so erscheinen mag, als könne der Einbau fossiler Heizungen künftig wieder einfacher werden, zeigt sich bei genauerem Hinsehen ein anderes Bild: Denn laut den veröffentlichten Eckpunkten soll das neue Gesetz einen steigenden Anteil an Biogas für alle Gasheizungen vorschreiben. Klingt erstmal gut – irgendwie nach „Bio“, also automatisch vernünftig. Bis man sich fragt: Wo kommt dieses Biogas eigentlich her?
Biogas wird aus Pflanzen wie Mais oder Raps gewonnen. Ohne Umstellung großer landwirtschaftlicher Flächen wird das nicht gehen. Denn diese Art von Bio-Heizen werden erhebliche Mengen an Biogas benötigen. Selbst wenn diese Umstellung gelingt, spricht vieles dafür, dass Bioenergie knapp und entsprechend teuer werden könnte. Nebenbei bemerkt: Würde man die gleichen Agrarflächen für Solarenergie oder Windenergie nutzen, so könnte ein Vielfaches an Strom erzeugt werden. Und selbst, wenn im tatsächlichen Gesetz am Ende die vorgeschriebenen Bioenergieanteile klein gehalten werden, dann zeigt doch die aktuelle Weltlage, wie unsicher die Versorgung mit fossilen Energien sein kann. Zwar kommt auch der Strom für die Wärmepumpen immer noch in nennenswerter Menge aus Gaskraftwerken. Doch auf lange Sicht gesehen, spricht nichts dagegen, beim nächsten Heizungstausch eine Wärmepumpe einzubauen. Inzwischen hat sich gezeigt, dass diese Heizungsart auch in Altbauten funktioniert – und zwar ohne Fußbodenheizung und ohne Solaranlage auf dem Dach. Allerdings kann man beim Einbau einer Wärmepumpe mehr falsch machen als bei einer klassischen Öl-/Gasheizung – man muss eben wissen, worauf es ankommt. Wer Fragen zu Wärmepumpen für sein Haus hat, kann sich an Energieberatung der Verbraucherzentrale wenden:
☎️0202-693 758 06 oder wuppertal.energie@verbraucherzentrale.nrw
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale unterstützt Sie auch mit einem kostenlosen Wärmepumpen-Angebote-Vergleich
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