09.09.2026evangelisch wuppertal
Queeres Leben braucht Verbündete
Am Samstag (12.09.) findet der Wuppertaler CSD statt, an dem sich auch evangelischen Gemeinden beteiligen. "Als Kirche stehen wir an der Seite derjenigen, die für Vielfalt, Respekt und die Freiheit eintreten, lieben zu dürfen, wen ihr Herz wählt", betont Superintendentin Katharina Pött.

Am Samstag (12.09.) findet der Wuppertaler CSD statt, an dem sich auch evangelischen Gemeinden beteiligen. „Als Kirche stehen wir an der Seite derjenigen, die für Vielfalt, Respekt und die Freiheit eintreten, lieben zu dürfen, wen ihr Herz wählt“, betont Superintendentin Katharina Pött.
In Wuppertal leben Statistiken zufolge rund 28.000 Menschen der queeren Community. Seit 2021 organisieren der Runde Tisch LSBTIQ* und die Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung der Stadt an jedem 2. Samstag im September auf dem Rathausvorplatz den Christopher Street Day (CSD).
Nach dem islamistisch motivierten Anschlag am Rande des CSD in Berlin am 25. Juli, bei dem eine Frau starb und 29 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, steht er in diesem Jahr besonders unter dem Zeichen der Solidarität. In Wuppertal hat man daher das Motto „Queeres Leben braucht Verbündete“ gewählt. Gleichberechtigung, Demokratie, Sichtbarkeit und Sicherheit seien keine Selbstläufer, sondern müssten von einer engagierten Stadtgesellschaft aufs Neue erkämpft werden, betonen sie.
Kirche: Abbild einer vielfältigen Stadtgesellschaft
„Als evangelische Kirche teilen wir diese Werte“, sagt Superintendentin Katharina Pött. Die evangelischen Gemeinden in Wuppertal seien Abbild einer vielfältigen und bunten Stadtgesellschaft, und die Menschen der LGBTQ -Lebensform gehörten selbstverständlich dazu. „Als Kirche stehen wir an der Seite derjenigen, die für Vielfalt, Respekt und die Freiheit eintreten, lieben zu dürfen, wen ihr Herz wählt.“

Seit 2021 gibt es auch in Wuppertal einmal im Jahr eine große Demonstration zum Christopher Street Day.
Nach dem Angriff auf den CSD im Juli erlebe sie eine große Verunsicherung bis hin zu Angst bei den Menschen, die beim Thema Liebe und Geschlecht anders liebten als die meistgesehene Norm, so die Pfarrerin weiter. „Gerade weil Anfeindungen zunehmen, ist es wichtig Haltung und Solidarität zu zeigen – und genau dazu dient der Christopher Street Day.“
Gemeinden beteiligen sich mit Aktionen
Die Superintendentin rechnet damit, dass sich viele Menschen aus den evangelischen Gemeinden an der Demonstration beteiligen werden. Rund um den CSD haben einige Kirchengemeinden bereits Aktionen angeboten oder geplant. Dazu gehört etwa die Einladung zum CSD-Singen in der Marlene, die Einladung und der gemeinsame Besuch des CSD und die Regenbogenflaggen, die vor vielen Kirchen wehen und so sichtbare Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen.
CSD Demo Wuppertal
Samstag, 12. September 2026
Johannes-Rau-Platz
Die Aufstellung beginnt um 13 Uhr. Die Demonstration startet um 14 Uhr und endet gegen 17 Uhr am Döppersberg in Elberfeld.
Mehr zum Programm rund um den CSD in Wuppertal gibt es hier.
Text: Sabine Damaschke
Fotos: Thorsten Levin, CSD Wuppertal
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