Girls’ und Boys’ Day: Wuppertal setzt starkes Zeichen für klischeefreie Berufswahl

Am 23. April schnupperten hunderte Jugendliche in Wuppertal in Berufe hinein, die oft noch als typisch männlich oder weiblich gelten. Die Stadtverwaltung und viele lokale Betriebe öffneten ihre Türen zum Girls’ und Boys’ Day, um jungen Talenten neue Wege abseits alter Rollenbilder zu zeigen.

In der gesamten Stadt nutzten 418 Mädchen und 184 Jungen die Chance, den Arbeitsalltag in ungewohnten Bereichen zu erkunden. Die Jugendlichen wählten aus insgesamt 103 Angeboten aus. Alleine die Stadtverwaltung hieß 53 Mädchen und 69 Jungen willkommen. Sie erhielten Einblicke in verschiedenste Ressorts und Stadtbetriebe, die sie bei ihrer späteren Berufswahl unterstützen sollen.

Talent nach Neigung und nicht nach Geschlecht

Die Oberbürgermeisterin Miriam Scherff eröffnete den Aktionstag gemeinsam mit den Teilnehmenden im Ratssaal des Rathauses Barmen. Jugendliche in dezentralen Einrichtungen verfolgten die Veranstaltung per Live-Schaltung über Zoom. Während ihrer Ansprache betonte die Stadtchefin die Bedeutung der Vielfalt in der Arbeitswelt: „Wir wollen, dass junge Menschen in Wuppertal ihre Talente voll entfalten können, ganz egal welches Geschlecht sie haben. Werden Sie Erzieher, Forstwirtin oder IT-Experte – unsere Stadtverwaltung braucht Ihre frischen Ideen und Ihre Begeisterung, denn Vielfalt macht uns als Arbeitgeberin stark und modern“.

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Die Stadtverwaltung bietet im technischen und gewerblichen Bereich zahlreiche Möglichkeiten. Mädchen erkundeten gestern das Gebäudemanagement, die Feuerwehr oder den Forstbetrieb. Eine Rallye des Amtes für Informationstechnik und Digitalisierung zeigte ihnen zudem, wie die moderne Stadt-IT funktioniert. Andere Teilnehmerinnen informierten sich über Karrierewege für Frauen in der Politik und Führungspositionen im Rathaus.

Einfach mal ausprobieren

Gleichzeitig entdeckten Jungen soziale und pädagogische Berufsfelder, in denen sie bisher noch selten vertreten sind. Sie erlebten die Stadtbibliothek als offenen Ort für alle, testeten die Arbeit als medizinische Fachangestellte oder begleiteten den Alltag in Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen. Die Stadt will damit gezielt mehr Männer für den Beruf des Erziehers oder für die Soziale Arbeit gewinnen. Martina Völker von der Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Der Tag zeige dem Nachwuchs eindrucksvoll, dass eine Berufswahl ohne verstaubte Klischees heute absolut möglich ist.

Wuppertal investiert massiv in die Ausbildung im eigenen Haus und bietet moderne Arbeitsplätze mit Fokus auf Digitalisierung, Smart City und künstliche Intelligenz. Die Stadtverwaltung versteht sich als moderne Arbeitgeberin, die Chancengerechtigkeit fördert und Barrieren abbaut. Junge Menschen sollen ihren Weg gehen können, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung.

Immer mehr junge Frauen entscheiden sich heute für technische Ausbildungen oder ein MINT-Studium

Die Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung organisiert den Aktionstag bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit einem großen Netzwerk. Partner wie die Kreishandwerkerschaft, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter arbeiten hierbei eng zusammen. Seit dem Start des Girls’ Day im Jahr 2001 belegen Statistiken den Erfolg: Immer mehr junge Frauen entscheiden sich heute für technische Ausbildungen oder ein MINT-Studium.

Quelle: Stadt Wuppertal

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