Historische Stadthalle Wuppertal bekommt eine zweite Fassade – Rund 50.000 Euro für bedruckte Gerüstplane

Die Historische Stadthalle Wuppertal erhält während der Sanierung ihrer Südfassade eine besondere Verkleidung. Eine großflächig bedruckte Gerüstplane soll künftig das ursprüngliche Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Gebäudes zeigen und damit die Baustelle optisch aufwerten.

Foto: C.Otte

Silke Asbeck, Geschäftsführerin der Historische Stadthalle Wuppertal GmbH, begrüßt die neue Gestaltung. So bleibe die Stadthalle während der Bauarbeiten nicht nur durch ihr Veranstaltungsprogramm, sondern auch äußerlich sichtbar.

Damit die Plane sicher befestigt werden kann, musste zunächst eine zusätzliche Konstruktion aus Gerüstrohren angebracht werden. An diesem Rahmen wird das bedruckte Netzgewebe gespannt.

Eine besondere Herausforderung stellt dabei der Wind dar. Wie Mirja Montag, Betriebsleiterin des städtischen Gebäudemanagements, erläutert, mussten sowohl das Gewicht der Plane als auch die Windkräfte bei den statischen Berechnungen des Baugerüsts berücksichtigt werden.

Deshalb besteht die Verkleidung aus einem stabilen Netzgewebe mit Millionen winziger Öffnungen, durch die der Wind hindurchströmen kann.

Die Plane setzt sich aus mehreren Einzelteilen zusammen, die an die unterschiedlichen Tiefen des Gerüsts angepasst sind. Zusätzlich sind Öffnungen für die Lastenaufzüge vorgesehen, damit der Zugang zum Gerüst weiterhin möglich bleibt.

Für die passende Beleuchtung sorgen künftig 20 LED-Spots. Sie sollen das aufgedruckte Abbild der Südfassade in Szene setzen, bis die sanierte Originalfassade wieder sichtbar wird.

Die Arbeiten rund um die Gerüstplane kosten insgesamt etwa 50.000 Euro.

Die Sanierung der Südfassade hatte der Wuppertaler Stadtrat bereits im Dezember 2025 mit Gesamtkosten von rund 13,5 Millionen Euro beschlossen. Im weiteren Projektverlauf werden die Kosten fortgeschrieben.

Für die Dach- und Fassadensanierung stehen zudem 2,6 Millionen Euro Fördermittel des Bundes zur Verfügung. Die Förderung erfolgt über den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Grundlage eines Bundestagsbeschlusses.

 

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