Der Verwaltung neueste Schnapsidee zum Amtsblatt

Die Stadt Wuppertal wird offenbar amtlich durch die Firma Cloudflare, Inc. USA vertreten

Bildschirmkopie von https://ris.wuppertal.de/

Heute kam wieder eine Meldung zum neuesten Amtsblatt der Stadt, dem „Stadtboten“, ins Postfach geflogen. Offenkundig liegt die Stadt Wuppertal beziehungsweise deren technische Infrastruktur nun in den Vereinigten Staaten bei einer Firma namens „Enable JavaScript and cookies to continue“. Denn jedes Mal, wenn der Autor das Amtsblatt herunterladen möchte, erscheint diese Meldung.

Eine zusätzlicher Anbieter ist stets auch eine zusätzliche Fehlerquelle. Bei Google in Britannien fiel erst kürzlich ein Teil der Cloud aus, so daß nicht mehr bargeldlos gezahlt werden konnte. So viel zum Thema „die Profis werden schon wissen, was sie machen.“ Cloudflare verspricht den allumfassenden „Schutz“ der Webpräsenz.

Eine zusätzlicher Anbieter ist stets auch eine zusätzliche Fehlerquelle. Bei Google in Britannien fiel neulich ein Teil der Cloud aus, so daß nicht mehr bargeldlos gezahlt werden konnte. So viel zum Thema „die Profis werden schon wissen, was sie machen.“ Cloudflare verspricht den allumfassenden „Schutz“ der Webpräsenz.

Die Werbung der Schlangenölindustrie hat bei der Stadt ja super funktioniert: neuerdings kriegen die Amis auch mit, was man so im Ratsinformationssystem zusammensucht (ris.wuppertal.de). Doch statt des Termins zur BV Vohwinkel findet der Autor lediglich die Meldung „Enable JavaScript and cookies to continue“ vor.

Eine Drittfirma, die fremde Inhalte wie der der Stadt Wuppertal hostet, liest natürlich kräftig mit und sperrt aus, was zufällig gerade nicht in den Kram paßt. Nicht auszudenken, wenn demnächst die Ampeln ausfallen, weil der Zugriff den Amis „verdächtig“ vorkommt, oder aufgrund einer Sicherheitslücke bei Cloudflare Millionen Stammdaten im „schwarzen Web“ den Besitzer wechseln. Denn auch zig Antivirensoftware hilft genauso wenig wie eine zusätzliche Instanz wie „Clownflare“, die das Blaue vom Himmel versprechen. – Wie früher die fahrenden Verkäufer, die immer ein Mittelchen gegen Alles dabei hatten.

Von den rechtlichen Problemen ganz zu schweigen: Wer beim offiziellen Amtsblatt ausgesperrt wird, kann davon keine Kenntnis erhalten. Fraglich, ob so etwas dann gerichtsfest als „veröffentlicht“ gilt, wenn sich ein Ausgesperrter auf Clownflare beruft. Ein Impressum ist die Meldung „Enable Javascript…“ auch nicht.

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