Stoppt Seveso-III die Hängeseilbrücke?

DIE LINKE im Rat fragt, ob die Planungen der BuGa-Hängeseilbrücke von der Seveso-III-Richtline betroffen sein könnten.

Gerd-Peter Zielezinski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE: „Die verheerende Giftgaskatastrophe am 10. Juli 1976 in Norditalien führte zur Richtlinie 2012/18/EU, bekannt als Seveso-III-Richtlinie. Sie verhinderte 2021in Wuppertal die Aufstellung eines Bebauungsplans auf dem Gelände des ehemaligen Heizkraftwerks in direkter Nachbarschaft zur Firma Bayer.  Der gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsabstand wurde in diesem Fall nicht eingehalten.“

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Für die Bundesgartenschau Wuppertal 31 ist über die sogenannte Wupperpforte eine Hängeseilbrücke geplant. Ihr Standort könnte die Gefahrenbereiche überspannen.

„DIE LINKE möchte von der Verwaltung wissen, ob und wie dieses Projekt durch die Seveso-III-Richtlinie beeinflusst werden könnte, denn die Richtline findet neben anderen Bereichen auch für öffentlich genutzte Gebäude, Verkehrswege und Freizeitgebiete innerhalb eines Gefahrenbereichs Anwendung“, begründet Zielezinski die Anfrage.

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Kommentare

  1. M. Koenig sagt:

    Wenn man bedenkt, wie viel wertvoller alter Baumbestand vernichtet wird, und welch heftiger Eingriff in die Natur insgesamt nur für ein Prestigeprojekt wie diese Hängebrücke (inklusive der geplanten Parkplätze) vorgenommen wird. Scheint mir fast jedes politische Mittel recht, diesen Unsinn zu verhindern.

    1. Susanne Zweig sagt:

      Seveso-III wäre ein juristisches Mittel. Ein politisches Mittel ist mit Mehrheitsbeschaffung verbunden.

  2. Susanne Zweig sagt:

    Wenn die Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden, sollten auch der Schwebebahnverkehr zwischen Zoo und Westende eingestellt und die Anwohner der Friedrich-Ebert-Str., Stockmannsmühle, Vogelsaue, Anilinstraße, Simonstraße und Tiergartenstraße umgesiedelt werden.

    Und falls die Wuppertaler soviel Fürsorge nicht zu schätzen wissen, kann man ja wegen der Hängebrücke noch auf feldhamsterverleih.de zurückgreifen.

    Es gibt wohl nichts Schöneres, als die eigene Verwaltung mit der Realisierung und Verhinderung eines Großprojekts gleichzeitig zu beschäftigen.

    1. Norbert Beutel sagt:

      Und der Eisenbahnverkehr zwischen Vohwinkel und Elberfeld wird dann über Solingen, Remscheid und Oberbarmen abgewickelt? Damit wäre dann auch noch die Bundesbahndirektion beschäftigt.
      Wie sieht es dann eigentlich mit dem Straßenverkehr aus?

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