07.08.2014

Bürgerbeteiligung ÖPNV Verkehr WSW

GRÜNE Kritik an der Umsetzung der Sanierung der L411

Die GRÜNEN begrüßen die seit langem notwendige Sanierung der L411 im Bereich Windfoche, die nun unmittelbar bevorsteht, kritisieren jedoch die mangelhafte Information der Anwohner*innen.

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Die Maßnahme hat positive Auswirkungen auch auf den ÖPNV, bis dahin gibt es jedoch Einschränkungen bei der Linie 669. 

Marc Schulz, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN:
„Ab Montag, den 11. August wird der erste Abschnitt ab Grünental komplett gesperrt, wie Straßen NRW mitteilte. Die Anwohner*innen wurden erst wenige Tage vor der Sperrung informiert. Das ist viel zu kurzfristig, denn die damit verbundenen verkehrlichen Veränderungen bewirken erhebliche Einschränkungen. Die Stadt muss die Frage gefallen lassen, warum die Betroffenen nicht so frühzeitig einbezogen wurden, dass sie sich auf die Veränderungen rechtzeitig einstellen konnten. Es kommt leider in letzter Zeit immer wieder vor, dass es Proteste von Anwohner*innen gibt, die sich bei Straßenbaumaßnahmen im Stadtgebiet gar nicht oder unzureichend  informiert fühlen. Hier bedarf es dringend einer besseren Kommunikationsstrategie.“

Auf Nachfragen einer Anwohnerin am Dienstag bei den Stadtwerken Remscheid und Wuppertal zeigten diese sich überrascht, sie seien ebenfalls erst sehr kurzfristig über das Bauvorhaben informiert worden.
Gestern erfolgte die Ausschilderung der betroffenen Haltestellen.
Anlieger*innen, die von der Einstellung der Linie 669 in diesem Abschnitt direkt betroffen sind, erhielten darüber keine gesonderte Information.

Ute Eichler-Tausch, Bezirksvertreterin der GRÜNEN in der BV Langerfeld-Beyenburg:
„Die Sperre hat auch Auswirkungen auf die Buslinie 669 zwischen Grünental und Beyenburg Mitte. Dort ist eine großräumige Umfahrung über Dahlerau vorgesehen. Die dazwischen liegenden sechs Haltestellen werden gar nicht angefahren. Deshalb hätten die Anwohner*innen früher einbezogen werden müssen, um rechtzeitig planen zu können. Betroffen sind u. a. der Hof Sondern, eine sozial-therapeutische Einrichtung und der Bioladen, aber auch die Siedlungen Sondern und Am Siegelberg mit der Grundschule am Siegelberg. Eine solche weitreichende Änderung der Buslinie muss längerfristig bekannt gegeben werden, nicht erst kurz vor Beginn des Schuljahres. Jetzt sind z.B. die Eltern gezwungen, kurzfristig Lösungen zu finden, wie ihre Kinder zur Schule und zurück kommen. Hier muss im Interesse der Betroffenen eine andere Lösung gefunden werden.“

Skizze_A411

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Kommentare

  1. Bernd Westermann sagt:

    Genau gesagt, der Landschaftsverband Rheinland ist der Bauträger.

  2. Hinkucker sagt:

    Ich wusste gar nicht, dass Straßen NRW eine Betrieb der Stadt Wuppertal ist. Vielleicht sollten sich die Grünen lieber an die Rot/Grüne Landesregierung wenden.

    1. Marc Schulz sagt:

      Lieber Hinkucker,

      ich gestehe, wir haben uns nicht an die Landesregierung gewandt, aber die Wuppertaler SPD hat beim Landesbetrieb nachgefragt und Anfang Juli die Information erhalten, „der Baubeginn stünde unmittelbar bevor“ (s. http://www.njuuz.de/beitrag26562.html)! Wenn die SPD-Ratsfraktion über diese Kenntnis verfügte, dann war wohl auch der Verkehrsdezernent, der ja Parteimitglied ist, im Bilde. Folglich ist die Darstellung der Stadt, dass sie genauso überrumpelt wurde wie die Anwohnerinnen und Anwohner, unzutreffend.

      Mit freundlichen Grüßen
      Marc Schulz

  3. Bernd Westermann sagt:

    Die Kritik ist völlig angebracht!
    Als Bürger wird man immer öfter außen vorgelassen, nicht nur in den Randbezirken.
    Wie wäre es mit einer fundierten Info an dieser Stelle? Sperrung / Vollsperrung kann ja wohl nicht in Frage kommen. Schließlich sind in der Vergangenheit auch Sanierungen an dieser Landstrasse
    verträglich gehandelt worden.
    Es wurde jeweils nur ein Fahrstreifen gesperrt und der andere per Lichtzeichenanlage geregelt.

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