BUND-Kreisgruppe Wuppertal kritisiert erneute Fahrpreiserhöhung des VRR

Die Kreisgruppe Wuppertal im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lehnt die erneute Fahrpreiserhöhung ab, die der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) kürzlich angekündigt hat und die zum 1. Januar 2014 in Kraft treten soll.

Aus Sicht der BUND-Kreisgruppe wird eine solche Fahrpreiserhöhung zu einer geringeren Auslastung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) führen, der gleichzeitig zumindest in Wuppertal durch Streichung einzelner Verbindungen oder ganzer Buslinien auch qualitativ beeinträchtigt und damit zunehmend unattraktiv gestaltet wird.

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Beate Petersen, Mitglied des Kreisgruppen-Vorstands, verweist darauf, dass hier offenbar die Verluste aus der Verkehrssparte von den Fahrgästen getragen werden sollen, während gleichzeitig die Gewinne aus der Energiesparte der Wuppertaler Stadtwerke zumindest teilweise an den strategischen Partner der Stadtwerke weitergeleitet werden.

Petersen: „Die traditionelle und höchst sinnvolle Quersubventionierung der Verluste im ÖPNV durch Gewinne aus dem Energiesektor fällt dadurch aus, was schlicht und einfach nicht hinnehmbar ist!“
Sie fordert
auch für Wuppertal eine Diskussion zum Thema „Rekommunalisierung der Stadtwerke“, um künftig Wertschöpfung und Arbeitsplätze wieder in der Stadt zu halten.

Jörg Liesendahl, ebenfalls Vorstandsmitglied der Kreisgruppe, hat schon mehrfach in städtischen Ausschüssen und Gremien darauf hingewiesen, dass dem öffentlichen Nahverkehr eine Schlüsselrolle in der zukunftsfähigen Stadtentwicklung zukommt:
„Die Stadt und ihr Tochterunternehmen Stadtwerke müssen sich zu ihrer Verantwortung bekennen und den ÖPNV weiter ausbauen statt zurückfahren und teurer machen. Öffentlicher Nahverkehr muss für jeden potenziellen Nutzer attraktiv und erschwinglich sein!“

Aus Sicht der BUND-Kreisgruppe Wuppertal entlastet ein gut funktionierender und stark frequentierter öffentlicher Nahverkehr die Stadtluft und die Menschen in der Stadt von Schadstoffen, vermindert die Lärmbelastung und schont das Klima, auch über die Stadtgrenzen hinaus.

Jörg Liesendahl: „Der Oberbürgermeister hat wiederholt angekündigt, dass sich die Stadt künftig auch wieder vorstellen kann, unrentierliche Maßnahmen zu finanzieren wie z.B. die unsinnige Bebauung auf der Kleinen Höhe. Mit einer Subventionierung des ÖPNV durch die Stadt hätte er dagegen ein „unrentierliches“ Aufgabenfeld, das sich volkswirtschaftlich rechnet und das gleichermaßen sozial wie ökologisch zukunftsfähig wäre!“

Beate Petersen: „Fahrpreiserhöhungen müssen ebenso wenig sein wie Stromsperren, teurer Leitungsnetzausbau usw. Auch die Bergische Region hat Potential, dem entgegenzuwirken. Würde man die Bergische Erklärung „Hundertprozentig erneuerbar – Gemeinsam die Bergische Energiewende gestalten“ umsetzen, wären die Langfrist-Folgen: Preisstabilität – Unabhängigkeit -Versorgungssicherheit und Klimaschutz!
Manchmal liegt das Gute so nah – wenn man es denn sehen/nutzen will…“

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