29.02.2012

„Ein Teufelskreis aus Passivität, Rivalität und Korruption“

Die bosnische Schriftstellerin Safeta Obhodjas über die Realität in ihrer Heimat 15 Jahre nach Kriegsende und "den Bärendienst", den Angelina Jolies Film dem Land leistet.

„In The Land of Blood And Honey“- das Kriegsdrama ist Angelina Jolies Regiedebüt. Seit dieser Woche läuft der Film im Kino. Die Kritik –zuletzt auf der Berlinale- feierte ihn überschwänglich. Widerspruch gäbe es nur von serbisch nationalistischer Seite. Wirklich? Safeta Obhodjas, bosnische Schriftstellerin im Wuppertaler Exil, berichtet in der Politischen Runde über die Lage in Bosnien-Herzegowina fünfzehn Jahre nach Kriegsende und sieht die Folgen dieser Hollywood-Produktion vor allem für die Frauen im Land mehr als skeptisch. Sie berichtet aus einem geschundenen Land, das 15 Jahre nach Kriegsende in einem „Teufelskreis aus Passivität, Rivalität und Korruption“ stecke. Den Frauen im Lande habe Jolies Film einen „Bärendienst“ erwiesen, so ihre Prognose. Sie prophezeit eine Reeskalation der ethno-nationalistischen Konflikte. Safeta Obhodjas liest aus ihren Texten und diskutiert ihre Thesen mit Rundenleiter Dr. Detlef Vonde.
Montag, 5.3.2012
19:30
Bergische VHS Barmen
Bachstr.15

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Mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft für Literatur in NRW und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

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Kommentare

  1. Waldorf sagt:

    lustig.. erst las ich die Überschrift und dachte, es ginge um unsere Lokalpolitik..

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