04.07.2011

freie Szene Pina Bausch Tanzhaus Wuppertal

Tanz im Film: Mark Sieczkarek

Im Mai brachte njuuz das Porträt des Wuppertaler Choreografen und Tänzers. Jetzt hat er auf youtube kurze Filme veröffentlicht, die Ausschnitte aus seinen Stücken zeigen. Es sind eigene kleine Kunstwerke, die das Schaffen des Künstlers eindrucksvoll bebildern. Mark Sieczkarek: Teil II

In den kurzen Filmausschnitten wird sichtbar, dass Mark Sieczkarek ein Multitalent ist. Choreografie, Musikcollage, Bühnenbild, Kostümentwurf und Tanz – in allen Künsten beweist Mark Siezchkarek große Meisterschaft. Was einerseits aus der Not geboren ist – freie Tänzer leben von einer Förderung zur nächsten und verfügen nie über ausreichend Geld – schafft auf der anderen Seite Werke von großer Geschlossenheit und Intensität.

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njuuz über Mark Sieczkarek: Tanzen ist seine Berufung

In Person

In „In Person“ nimmt sich der Künstler die Soli vor, die in großer Zahl zu seinem Repertoire gehören. Greift Elemente aus früheren Arbeiten auf. Knüpft an vergangene Experimente an. Und schafft mit In Person ein völlig neues Stück für sich — ein persönliches, kein ichbezogenes. In Person erzählt von spirituellen Erfahrungen. Momente des Einsseins. Es strahlt aus, was Sieczkareks Arbeit antreibt — die Liebe.

Eu Estive Aqui (2010)

Tanz kennt keine Herkunft. Für „Eu estive aqui (I was here)“ bringt der schottische Choreograph Mark Sieczkarek seine Company mit der brasilianischen Porto Alegre Cia de Dança zusammen. Gibt als Solist das Bewegungsvokabular vor und lässt die Tänzer daraus ihre eigene Sprache entwickeln. Eine, die man auf der ganzen Welt versteht. In der europäische, südamerikanische, afrikanische und asiatische Elementen zu einem harmonischen Ganzen verklingen. Nicht weniger war das Ziel des Choreographen, als einen Abend des reinen Glücks zu schaffen.

Choreografie: Mark Sieczkarek // Tanz: Tânia Baumann, Fernanda Carvalho Leite, Irene Ebel,Luana Lacerda, Luísa Marinho Saraiva, Justo Moret Ruiz, Eun-Sik Park, Manuel Quero Castellano, Mark Sieczkarek, Gabriel Wong // Bühnenbild und Kostümentwurf: Mark Sieczkarek // Musikcollage: Mark Sieczkarek // Kostüme: Nilza und Neusa Guidotti //  Musik: Caetano Veloso, Cordel de Fogo Encantado, Antônio Zambujo // Leitung der Porto Alegre Cia de Dança: Tânia Baumann

Oblivion Suave

Die Bewegung ist die Botschaft. Eine Geste die Geschichte. Ein Stück für vier Tänzer und vier Tänzerin, mit der Koreanerin Jeong Lee als weiblichem Zentrum. Oblivion Suave ist eine meditative Feier der Schönheit und Harmonie – vor dem berückenden Bild eines Lotusblumenfeldes. Vom Künstler selbst in Monaten mit chinesischer Tusche gefertigt. Der Lotus ist Symbolgewächs. Verkörperte für die Ägypter die Schönheit der Frau. Steht für den Neuanfang, weil er überall gedeihen kann. Bedeutet dem Buddhisten den Zustand absoluter Selbstlosigkeit und Reinheit. Eine positive Kraft, die auch Oblivion Suave trägt.

Choreografie: Mark Sieczkarek // Tanz: Alexeider Abad González, Armin Biermann, Pavlina Cerna, Elena Friso, Jeong Lee, Justo Moret Ruiz, Tsutomu Ozeki, Eun-Sik Park-Wacker // Kostüme: Mark Sieczkarek mit Anne Bentgens // Bühnenbild und Musikcollage: Mark Sieczkarek // Musik : Tadashi Tajima, Ravi Shankar, Nusrat Fateh Ali Khan, Alain Presencer, Dawn Upshaw sowie Volksmusik aus Korea // Lichtdesign: Jens Piske

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Quelle und Management: Maria Teresa Amarante, Quisum

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