11.04.2011

Bezirksregierung BUND Carsten Gerhardt Nordbahntrasse streit Wuppertalbewegung

Nordbahntrasse: Geht es den Umweltschützern in Wahrheit um Geld?

Die Wuppertalbewegung greift den BUND an: "Wir können uns mittlerweile des Eindrucks immer weniger erwehren, dass es der hier agierenden Gruppe von selbsternannten ‚Umweltschützern’ nicht um Schutz der Umwelt geht als vielmehr um einen Schutz des eigenen Geldbeutels."

So bietet laut Wuppertalbewegung „ein prominenter Vertreter des BUND, der in ‚ehrenamtlicher‘ Funktion auf ein mögliches Artenschutzproblem hinweist, postwendend an, gegen Bezahlung im Hauptberuf als ‚Gutachter‘ eine Lösung zu erarbeiten.“

Glaubt man dem BUND, ist die Nordbahntrasse ungewöhnlich artenreich. Zu Fledermaus und Kammmolch gesellt sich jetzt der Feuersalamander.Glaubt man dem BUND, ist die Nordbahntrasse ungewöhnlich artenreich. Zu Fledermaus und Kammmolch gesellt sich jetzt der Feuersalamander.

Die Bezirksregierung hatte die Arbeiten an der Trasse vorübergehend untersagt, da der BUND sowohl Fledermäuse als  auch Feuersalamander gefährdet sieht. Dass der BUND in diesem Zusammenhang von „wildgewordenen Trassencowboys“ spreche, die mit schwerem Gerät die Nordbahntrasse bearbeiten, kann Carsten Gerhardt von der Wuppertalbewegung nicht nachvollziehen, da „die kritisierten Erkundungsarbeiten am Südportal des Tunnels Schee nach einer detaillierten Absprache zwischen Planern, Ingenieuren der Stadt, der Unteren Landschaftsbehörde und der Wuppertalbewegung e.V. erfolgt sind. Hierzu gab es am 18. März 2011 einen Ortstermin, in dem die Maßnahmen besprochen und dann exakt so umgesetzt wurden. Es handelt sich bei den Arbeiten auch keinesfalls um Bauarbeiten mit schwerem Gerät in einem Biotop von Feuersalamandern, sondern um Schürfarbeiten mit kleinem Bagger, um zu sehen, ob der Tunnel Schee noch über eine Mittelentwässerung verfügt, die wieder reaktiviert werden kann.“

Gerhardt „bedauert“ die Behörden, die die Arbeiten stoppen mussten und „die den nun gestarteten Beschwerden von Amts wegen nachgehen müssen.“

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Foto: Jens Enke (Lizenz: CC BY-SA 3.0)

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Kommentare

  1. W. Busch sagt:

    Bis wir lernen, dass die aktuell als besonders erfolgreich und moralisch so integer gefühlten Grünen uns alle blockieren, weil sie jeden Ansatz von Infrastruktur-Entwicklung torpedieren, wird noch viel Wasser die Wupper runter laufen. Leider wird hier gnadenlos geschickt emotionalisiert, auf der Welle von Atomkatastrophen alles mögliche trickreich mitgezogen und in die Schlacht geworfen. Und es sind doch alles ganz normale Menschen, die auch nur Geld verdienen wollen, Macht haben wollen, Ämter besetzen.
    Es muss am Beispiel der Nordbahntrasse mal deutlich werden, wie die wirtschaftlichen Interessen der Beteiligten hier durchdringen: Gutachten über Gutachten, Verhinderungstaktik zum Zwecke der Auftragsbeschaffung.
    Gutmenschenpolitik ist ebenso ein hartes Geschäft wie alle Politik. Nur dass sie sich länger hinter sauberen Mäntelchen verbergen kann. Diese Verkleidung sollte ihr endlich genommen werden!

  2. Emil Blume sagt:

    Nachtrag:

    Die Kommentare des Stadtverordneten Bahr, sowie einige meiner Kommentare wurden von der Westdeutschen Zeitung mittlerweile gelöscht.

  3. Emil Blume sagt:

    Der Stadtverordnete Lorenz Bahr (Grüne) möchte zudem die restlichen Verhandlungen und Entscheidungen über die Nordbahntrasse hinter verschlossenen Türen durchführen. Seiner Aussage nach geht es darum, daß man größere Ausgaben politisch nur heimlich absprechen könne.

    Zitat:
    »Das gebietet der Umfang und die Größe sowohl der öffentlich eingesetzten Mittel für das Projekt«

    Weiterhin scheint der Stadtverordnete Bahr seinen Willen und seine Wünsche in den Diskussionen nicht durchsetzen zu können und droht nun damit, das ganze Projekt kaputt zu machen.

    Zitat:
    »Um es deutlich zu sagen: Sollte die Kommunikation weiterhin öffentlich und über die Medien in der vorliegenden Form stattfinden, ist das Projekt kaputt«

    Der Politiker der Grünen scheint die Grundlagen der Demokratie hier bewußt ausser Kraft setzen zu wollen um entsprechenden Einfluß auf Entscheidungen ausüben zu können.

    Die entsprechenden Kommentare von Lorenz Bahr sind unter folgender URL im Wortlaut zu lesen: http://t.co/H4uhpDb

  4. Die Nordbahntrasse gibt es gar nicht. In Wahrheit hat ein Comic-Autor eine absurde Geschichte erfunden und sammelt nun heimlich die Reaktionen.

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