Carnaper Platz: Schluss mit dem Zirkus!?

Die Kritik der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal an den Planungen der Verwaltung und der WSW zum Verkauf des Carnaper Platzes reißt nicht ab.

FDP-Fraktion-Logo3dIn der kommenden Sitzung der Ausschüsse für Stadtendwicklung und Sport stehen Drucksachen auf der Tagesordnung, die zum einen das Ausmaß der immensen Kosten für einen WSW-Neubau auf dem Carnaper Platz aufzeigen und zum anderen beweisen, dass größere Zirkusse zukünftig in Wuppertal nicht mehr gastieren werden.

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„Wir bleiben hart in unserer Kritik, denn die Drucksachen belegen, dass die unausgegorenen Pläne aus den Hinterzimmern von Verwaltungsspitze und WSW besser auch dort geblieben wären. Wir wissen nicht genau, wer hier profitiert, aber mit Sicherheit sind es nicht die Bürger“, so Alexander Schmidt, Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion. „Die Drucksache belegt eindeutig, dass unsere Aussagen hinsichtlich der Geldverschwendung richtig sind. Der Neubau wird mit rund 30 Millionen Euro veranschlagt. Den Kaufpreis für den Carnaper Platz hat man nun mit 2,5 Millionen ausgewiesen. Weitere 4,5 Millionen kostet der Rückbau für das vorhandene WSW-Verwaltungsgebäude. 185.000 Euro kostet die Bromberger Straße, die ebenfalls in das Eigentum der WSW übergehen soll und somit für den öffentlichen Straßenverkehr gesperrt wird. Rechnet man die 600.000 Euro für die Aktivierung des Stadionnebenplatzes hinzu, stehen den Neubaugesamtkosten in Höhe von rund 38 Millionen Euro rund 19 Millionen für die Sanierung der vorhandenen Bürotürme entgegen. Alleine die dadurch entstehenden Mehrkosten wird der Bürger über höhere Energie- und ÖPNV-Preise teuer bezahlen müssen.“

Es kommen aber noch andere sachliche Gründe hinzu, die gegen diese Pläne sprechen. Nach Willen der Verwaltung soll zunächst der Verkauf des Carnaper Platzes beschlossen werden und erst danach soll die Fläche des Stadionnebenplatzes einer Prüfung unterzogen werden, ob diese für die vorgesehenen Nutzungsmöglichkeiten auch unter Lärmschutzaspekten überhaupt geeignet und zulässig ist.

Schmidt: „Fest steht jedenfalls schon jetzt, dass die Fläche für einen großen Zirkus, wie beispielsweise Busch, Roncalli oder Krone zu klein ist.

Wir bezweifeln sogar, dass das äußerst beliebte Ferienprojekt von Casselli, der Kinderzirkus, mit seinen vielen Zelten und Wagen auf dem kleinen Gelände Platz finden kann.“

Ein weiteres Problem bei der Fläche des Stadionnebenplatzes ist rein sportlicher Natur. Gérard Ulsman, Sportpolitischer Sprecher: „Der WSV spielt an ca. 30 Terminen im Jahr im Stadion. Diese Spiele finden zumeist an den Wochenenden statt. Bei solchen Planungen ist es aus unserer Sicht nicht darstellbar, wo hier noch Kapazitäten für die Durchführung von Zirkus oder sonstigen Veranstaltungen vorhanden sind. Und dabei ist das im Zooviertel sehr sensible Thema Lärmschutz ebenso wie die Belastungen des Bodens noch überhaupt nicht berücksichtigt.“

Die FDP ruft daher alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich ebenfalls am „Bündnistreffen“ des Rotter Bürgervereins für ein Bürgerbegehren zum Erhalt des Carnaper Platzes als Event- und Freizeitfläche zu engagieren. Das Treffen findet am Mittwoch, 26.11.2014, um 20.00 Uhr in der Rotter Kirche an der Rödiger Straße 115 statt. 

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