11.08.2026Rainer Joachim Widmann
Trauer um Dietrich Rauschtenberger
Liebe Jazzfreundinnen und Jazzfreunde, sehr geehrte Damen und Herren,
heute gibt es leider eine sehr traurige Nachricht: Dietrich Rauschtenberger ist am vergangenen Sonntag gestorben.
Dietrich Rauschtenberger, *1939 in Schwelm, spielte als Schlagzeuger Anfang der 1960er Jahre gemeinsam mit den Wuppertaler Jazzmusikern Peter Kowald und Peter Brötzmann und gehörte zu den ersten europäischen Musikern des Free Jazz.
1976 erschien seine erste Langspielplatte mit der Band „Open Field Music“ (AIN 001) u.a. mit Andreas J. Leep. In den Folgejahren tourte er regelmäßig mit unterschiedlichen – auch internationalen – Musikerinnen und Musikern und spielte diverse Langspielplatten und CDs ein. Vor einigen Jahren lernte er bei Wolfgang Schmidtke noch das Saxophonspiel.
Seit den 1980er Jahren veröffentlichte er Hörspiele, Kurzgeschichten und Romane. Bei Theaterstücken wirkte er als Autor, Darsteller und Musiker mit.
Im Juni 2026 wurde sein letzter Roman „Blanck steigt aus“ beim Book on Demands Verlag, Hamburg veröffentlicht (ISBN: 978-3-6963-7525-6).
Gemeinsam mit dem „Stellwerk-Quartett“ mit Brigitte Gregor-Rauschtenberger, dem Wuppertaler Bassisten Klaus Harms und der Querflötistin Tanja Kreiskott machte er noch im Frühsommer 2026 seine letzten Musikaufnahmen.
Dietrich Rauschtenberger hatte immer ein sehr breit gefächertes Kulturverständnis und Interesse nicht nur an Musik, sondern auch an Hörspiel Tanz, Texten, Theater und vor allem an kreativer, grenzüberschreitender Zusammenarbeit und Diskussionen über Kunst, Kultur und Politik, aber auch über Alltagsthemen. Auch war er stets und bis zuletzt ein wacher, streitbarer Geist.
Am Sonntag, 9. August 2026 erlag Dietrich Rauschtenberger sieben Wochen vor seinem 87. Geburtstag einer schweren Krankheit.
Rauschtenberger lebte in Schwelm und hinterlässt neben seiner Ehefrau Brigitte Gregor-Rauschtenberger, Kinder und Enkelkinder.
Herzliche Grüße
Rainer Widmann
Jazz AGe Wuppertal
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Hier ein Link zu einem Artikel aus der WZ vom 13. August 2020 aus der Serie „Meine erste Platte“, in dem Rauschtenberger im Schnelldurchlauf seine musikalische Lebensgeschichte Revue passieren lässt:
https://www.e-pages.dk/wzwuppertal/2345/article/1189254/20/2/render/?token=42e24312468ec246c464ed71e7ebc44e&vl_platform=ios&vl_app_id=de.westdeutsche-zeitung.app&vl_app_version=5.37.0
Foto © Rainer Widmann, von einem Liveauftritt am 29. Dezember 2025 im Stellwerk am Loh

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