24.06.2026

Sachstand Mobilitätskonzept BUGA:

Bericht nur im Verkehrsausschuss – zentrale Fragen offen



Im nächsten Ausschuss für Verkehr wird die Vorlage „Sachstand Mobilitätskonzept BUGA (BUGA in MoVe)“ eingebracht. Auffällig ist, dass der Gremienlauf nur diesen Ausschuss umfasst – obwohl der Bericht bereits am 2. Juni erstellt wurde und mehrere Bezirksvertretungen (Vohwinkel, Elberfeld, Elberfeld‑West) unmittelbar von der BUGA betroffen sind.

Ich habe mir die Ausschreibung zu „BUGA in MoVe“ angesehen und empfand sie bereits als unglücklich zugeschnitten – vor allem durch die Festlegung auf das Buntenbeckerfeld als Großparkplatz auf einer landschaftlich sensiblen Fläche. Das steht aus meiner Sicht nicht im Einklang mit der Machbarkeitsstudie und den Zusagen im Bürgerentscheid. Die BUGA gGmbH zeigt bislang wenig Ambition, den Verkehr so zu steuern, dass die Veranstaltung ohne zusätzliche Flächenversiegelung auskommt. Nachhaltigkeit spielt wohl keine Rolle mehr- 

Auch das oft beschworene „Eingangstor Vohwinkel“ wirkt eher wie Wunschdenken. Der Tunneldurchstich zum ersten Kernareal (Lokschuppen/Tesche) kommt nicht. Wer mit der Bahn anreist, wird weiterhin über eine wenig attraktive Unterführung in Richtung P+R geführt. Selbst wenn die Bahn im Zuge der Generalsanierung die seit Jahrzehnten versprochene Barrierefreiheit per Rampe umsetzt, bleibt abzuwarten, welcher Standard für eine wirklich einladende Unterführung erreicht wird.

Der Bericht selbst „spült“ vieles weich und stellt den Prozess als „auf dem richtigen Weg“ dar – benennt zwar einige Schwachpunkte, leitet daraus jedoch wenig Konkretes ab. Dabei ist das Mobilitätskonzept kein „Nice to have“, sondern zwingende Voraussetzung für die derzeit parallel laufenden Bebauungsplanverfahren zur BUGA. Offensichtlich rückt auch die Grundlagenarbeit zuweilen in den Hintergrund. Ohne Schlüssiges Konzept sind die Bebaungspläne allerdings angreifbar. Ich gehe allerdings nicht davon aus das die Bauleitplanung selbstständig dieses erkennen wird. Den bislang sind diese wie es sich wie für eine Behörde vorgesehen ist eher nicht neutral und Ergebnisoffen sondern viel zu verliebt in die BUGA. Mit einer rosroten Brille ist allerdings kein Pflichtgemäße Ermessen Ausübung möglich. 

Ein aktuelles Beispiel wirft Fragen auf: In der vergangenen Woche wurde ein Bus der WSW mobil mit der Fahrtrichtungsanzeige „Hängebrücke“ auf der Königshöhe gesichtet. Vermutlich handelte es sich um eine Probefahrt – doch bleibt zu klären, ob solche Verkehrsversuche im Auftrag und auf Kosten der BUGA gGmbH erfolgen. Im aktuellen Nahverkehrsplan sind entsprechende „Verbesserungen“ jedenfalls nicht verankert.

Aufgrund der dezentralen Ausrichtung der drei Kernareale wird es – auch nach Lektüre des Berichts – ambitioniert, ein schlüssiges Mobilitätskonzept für die BUGA aufzustellen. Erwartbar ist, dass die BUGA gGmbH hohe Ansprüche formuliert, dafür aber im eigenen Budget kaum die notwendigen Mittel bereitstellen kann. Es handelt sich zudem „nur“ um einen Bericht zur Kenntnisnahme, ohne Beschluss. Ich rechne daher nicht mit einer ernsthaften Debatte oder substantiellen Nachfragen im Ausschuss für Verkehr. Und: Aus meiner Sicht ist der selbst gesetzte Zeitplan bereits nicht eingehalten. Wer natürlich Zeit dafür verschwendet zu schauen ob in Wohnquartiere noch Platz für Parken für BUGA Besucher verschwendet kennt sich eher nicht in Wuppertal aus…. oder glaubt an ein Wunder. 

Quelle SessionNet | Sachstand Mobilitätskonzept BUGA (BUGA in MoVe) 

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