Zur Schließung der Galeria Kaufhof Filiale in Elberfeld

Unsere Innenstädte befinden sich in einem Wandel und wir sollten alles daransetzen, diesen auf allen Ebenen mitzugestalten

„Die angekündigte Schließung der Galeria Kaufhof Filiale ist für die Elberfelder Innenstadt ein immenser Verlust und ein herber Schlag für die Beschäftigten, die in den vergangenen Jahren auf viel verzichtet haben, um ihre Arbeitsplätze zu sichern und dem angeschlagenen Konzern unter die Arme zu greifen. Es ist aber auch ein Rückschlag für die zahlreichen Zulieferer, deren Aufträge nun storniert werden und die die finanziellen Ausfälle in ohnehin wirtschaftlich angespannten Zeiten kompensieren müssen“, zeigt sich Fraktionsvorsitzende Caroline Lünenschloss betroffen hinsichtlich der Auswirkungen der angekündigten Schließung. „Bis zuletzt hatten wir gehofft, dass die gut frequentierte Kaufhof-Filiale am Neumarkt nicht zu denen gehören würde, die von der Schließungswelle erfasst wird. Da stellt sich für uns die Frage, was der Oberbürgermeister im Vorfeld unternommen hat, um sich für den Erhalt der Filiale beim Eigentümer einzusetzen. Es hat den Anschein, dass die Stadtspitzen in anderen Kommunen deutlich mehr Aktivitäten an den Tag gelegt haben und nun auch schon mit ersten Ideen einer Weiternutzung aufwarten können.“

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Fraktionsvorsitzender Ludger Kineke: „Noch ist das letzte Wort in Sachen Schließung nicht gesprochen. Die Tatsache, dass das Elberfelder Haus mit seiner langen Tradition am Platze erst in der zweiten Schließungsrunde Anfang 2024 aufgeführt wird, sollte alle Beteiligten ermutigen, noch einmal für den Erhalt der Filiale am Neumarkt zu kämpfen und die angekündigten Schließungen genau zu prüfen. Zur Ehrlichkeit gehört aber auch, dass sich das Kaufverhalten in den vergangenen Jahren verändert hat und die Attraktivität des großflächigen, stationären Einzelhandels mit der Bereitschaft zur Veränderung des eigenen Konzeptes zusammenhängt.“

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Michael Schulte, ergänzt: „Für die Kommunalpolitik ist es weiterhin Aufgabe, die Elberfelder Innenstadt als attraktiven Standort für Einzelhandel, Dienstleistung, Wohnen und Gastronomie aufzuwerten und weiterzuentwickeln. Mit der Umsetzung des ISEK und der Qualitätsoffensive Elberfeld haben wir uns auf den Weg gemacht, unsere Innenstadt zukunftsfähig zu machen. Die CDU-Fraktion hat in einem gemeinsamen Antrag in der vergangenen Gremienrunde eine vorausschauende Planung, ein übergeordnetes Baustellenmanagement sowie feste Ansprechpartner für Anwohner und Anwohnerinnen und den ortsansässigen Einzelhandel gefordert. Dass nun ein zentraler Ankerpunkt der Innenstadt womöglich Anfang 2024 seine Pforten schließt, zeigt, wie notwendig der angestoßene Prozess zur Aufwertung der Elberfelder City ist. Unsere Innenstädte befinden sich in einem Wandel und wir sollten alles daransetzen, diesen auf allen Ebenen mitzugestalten.“

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Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    Der Krefelder OB hat Galeria im Vorfeld nach eigenen Angaben konkrete Vorschläge zur Unterstützung des Standorts gemacht.

    Hat ja super geklappt.

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