Friedensbildung in den Unterricht!

Der pro peace e.V. will die Friedensarbeit „sturmfest“ machen. Deshalb sammelt er Spenden für den Fonds „Frieden hier und jetzt“. Bis zum Jahr 2030 will er hierfür eine Million Euro sammeln, aber er ist auch jetzt schon aktiv.
Aktuell läuft eine Online-Petition „Frieden in den Lehrplan“. Aber das Thema Frieden sollte nicht nur im Lehrplan stehen, sondern auch im, Unterricht und im Schulalltag geeignet thematisiert und Friedfertigkeit gelebt werden. Mobbing und Ausgrenzung wären beispielsweise geeignete Anlässe zur Vermittlung friedensdienlicher Einstellungen sowie zur Thematisierung und Erprobung geeigneter Problemlösungsverfahren.
Konkrete Forderungen im Zusammenhang mit der Petition lauten:
– Friedensbildung von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II!
Friedensbildung ist wesentlich mehr als die Besprechung von Fragen, die mit Krieg zusammenhängen. Wichtiger ist es, sich damit auseinanderzusetzten, was eine friedensdienliche Politik ist und von welchen Einstellungen sie getragen werden sollte.
– Friedensbildung in der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte stärken!
Das beginnt mit der Konfliktbewältigung um Schulalltag. Und ist sinngemäß auf Konflikte innerhalb der Gesellschaft und bis zur globalen Außenpolitik zu übertragen.
– Fachleute für Friedensbildung in den Unterricht einladen!
Im Unterricht sollte man nicht nur Jugendoffiziere für die Bundeswehr werben lassen. Institutionen wie die Servicestelle für Friedensbildung sollten gestärkt werden. Es sollten auch geeignete Förderprogramme aufgelegt werden, damit es genug qualifiziertes Personal für die Vermittlung friedensdienlicher Botschaften gibt.
– Und an we richtet sich diese Petition?
Adressat ist die deutsche Bildungsministerkonferenz der Bundesländer und keine Institution des Bundes. Für Lehrpläne und Lehrerausbildung sind nämlich die Länder zuständig.
Es wäre wohl gut, wenn diese Ideen auch bei Wuppertaler Lehrkräften ausreichend Anklang fänden. Ein „Ohne mich!“-Antimilitarismus in Schülerkreisen alleine tut es nämlich nicht.
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