Warum nicht endlich eine Frau in eine städtische Führungsposition?

Die Aufsichtsratsvorsitzenden von AWG, Klaus-Jürgen Reese, und WSW, Dietmar Bell, haben sich gemeinsam mit Stadtdirektor Dr. Slawig auf einen Nachfolger in der Geschäftsführung der AWG/ESW geeinigt. Unter den sechs Bewerbungen für den Posten gab es auch eine Frau.

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Gunhild Böth, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE und Vorsitzende des Ausschusses für Gleichstellung, kommentiert die Entscheidung: „Warum nicht endlich eine Frau in eine städtische Chefposition? Jetzt könnte man die männliche Vormachtstellung, die es bei allen städtischen Betrieben und bei den Beigeordneten gibt, endlich durch eine AWG-Besetzung brechen. Es hätte ein klares Zeichen sein können, dass der Aktionsplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern nicht nur im Rat abgenickt, sondern auch gelesen, verstanden und umgesetzt würde. Schrecklich, dass wieder einmal die Herren der Findungskommission eine Chance zur Gleichstellung vertan haben.“

Ergänzung der Redaktion: Martin Bickenbach (58), bisher Abteilungsleiter Abfallwirtschaft bei der AWG, wurde von der Findungskomission als Nachfolger von Wolfgang Herkenberg bestimmt. Herkenberg tritt am 30. Juni in den Ruhestand. Martin Bickenbach ist Volljurist und seit dem Jahr 2000 bei der AWG beschäftigt. Davor war er neun Jahre für ein privates Abfallwirtschaftsunternehmen tätig.

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Kommentare

  1. Arno Nym sagt:

    Schrecklich ist eigentlich nur, dass die Linke in Wuppertal einfach ein Problem beim Agenda-Setting hat. Wenn mal nicht der Döppersberg-Umbau schuld an der Misere hat, dann dichtet man sich halt ein Gleichstellungsproblem zusammen. Mal Hand aufs Herz: Wie hoch ist denn die rechnerische Wahrscheinlichkeit, dass bei fünf männlichen Kandidaten und einer weiblichen Kandidatin letztere zum Zug kommt? Da ja bei gleicher Qualifikation eine Frau bevorzugt werden sollte, könnte es ja auch sein, dass der neue Stelleninhaber einfach besser qualifiziert war? Aber das kann ja nicht sein. Am besten die Stadt Wuppertal orientiert sich bei der Besetzung von Posten strikt an Quotenvorgaben, dann geht es ruckzuck aufwärts mit uns. Ich möchte hiermit Frau Böth für die Leitung des Presseamtes der Stadt vorschlagen, da sind uns auf Jahre hinaus die positivsten Schlagzeilen in nationalen wie internationalen Medien sicher. Ich freu mich jetzt schon!

  2. Gregor G. sagt:

    Leute, Ihr nervt! Jeder dritte Artikel bei njuuz ist von der PDS Linkspartei. Weniger ist mehr! Man bekommt den Eindruck, dass Sie mangels Publikationen in der freien Presse diesen Kanal wählen müssen.

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