Taubenfütterung ist kein Tierschutz

Bürgermeister Rainer Spiecker

Im vergangenen Jahr hat Rat der Stadt Wuppertal die Einrichtung eines Taubenhauses am Döppersberg und die Bereitstellung von Haushaltsmitteln beschlossen. In der letzten Sitzung des Ausschusses Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit nahm der ESW dieses Vorhaben zum Anlass, über die Situation der Stadttauben in Wuppertal und den aktuellen Stand des Projektes zu informieren.

Bürgermeister Rainer Spiecker, Vorsitzender des Ausschusses Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit über den aktuellen Stand zum Taubenhaus am Döppersberg: „Es freut mich, dass die Verwaltung bereits auf der Suche nach einem Betreiber für das geplante Taubenhaus am Döppersberg ist. Unser Wunschstandort ist nach wie vor das Dach der Bundesbahndirektion.“

Der CDU-Politiker zeigt sich jedoch verärgert über die Wildfütterung der Tauben: „Ein wirkliches Ärgernis hingegen ist das Wildfüttern der Tauben im Stadtgebiet in zum Teil erheblichen Mengen. Das teilweise sehr hochwertige Futter bleibt oftmals liegen und lädt andere Tiere, wie Ratten und Mäuse, ein, sich ebenfalls an den Futterstellen zu bedienen. Das Ordnungsamt geht diesen Fällen nach. Sollte man bei der Wildfütterung von Tauben erwischt werden, drohen hohe Geldstrafen. Deshalb mein Appell seit vielen Jahren, die Wildfütterung von Tauben zu unterlassen. Damit erweist man weder den Tauben, noch unserer Umwelt oder unseren Stadtplätzen einen Gefallen. Die Verschmutzung ist immens, man füttert damit nicht nur die Tauben, sondern lockt auch Schadnager an und wirkt damit dem Sinn und Zweck der Taubenhäuser in Wuppertal entgegen. Taubenfütterung ist kein Tierschutz.

In den Taubenhäusern hingegen erhalten die Tauben artgerechtes Futter, sauberes Trinkwasser und können Brutpflege betreiben. Gleichzeitig können wir so die Population der Stadttauben steuern.“

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